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Sitzplan und Tischordnung: 

Tischordnung / Sitzordnung
bei der Hochzeitsfeier

Wer sitzt wo bei der Hochzeitsfeier? Sie müssen sich bei der Platzverteilung nicht an alte Bräuche halten. Doch Traditionen sind eine Orientierungshilfe; und zumindest bezüglich der Platzierung am Brauttisch werden die herkömmlichen Regeln auch heute noch eingehalten. Daher sage ich Ihnen hier, wie bei der Hochzeitsfeier die traditionelle Platzverteilung aussieht.

> Wer sitzt wo am Brauttisch?

> Ein Tisch für Pfarrer und Ehrengäste?

> Was gibt es beim Einteilen der Gäste beachten?

> Wie viel Platz braucht jeder Gast im Hochzeitslokal

Auf der Seite 1

> Ist ein Sitzplan überhaupt notwendig?

> So machen Sie Ihre Hochzeits-Tischordnung!

> Wie finden die Hochzeitsgäste ihre Plätze?

> Wie sitzt man im Standesamt und in der Kirche?

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6. Checkliste
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Der Stern

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> Hier sage ich Ihnen, wie es geht und was Sie beachten müssen!

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Welche Traditionelle Sitzordnung gibt es? 
Wer sitzt wo und an welchem Tisch bei der Hochzeitsfeier?

Herkömmliche Regeln für die Sitzordnung gibt es nur für den Brauttisch, also den Tisch, an dem das Brautpaar sitzt.

Doch einige der Personen, die traditionell für den Brauttisch vorgesehen sind, werden hier keinen Platz haben. Diese werden an einem oder mehreren Tischen neben oder vor dem Brauttisch sitzen.

Sitzplan Brauttisch

Die Tradition sieht vor, dass die Eltern der Brautleute vorn am Tisch sitzen. 

Doch viele Elternpaare sind geschieden oder leben getrennt; Vater oder Mutter haben neue Partner. Soll man die Eltern dann trotzdem nebeneinander setzen? Natürlich nicht! Im Beispiel links sehen Sie, wo die Mutter des Bräutigams einen Platz haben kann, wenn sie vom Bräutigamvater getrennt lebt. 

Mehr zu solchen besonderen Situationen finden Sie weiter unten im Text.

In der Mitte des Brauttisches sitzen Braut und Bräutigam!

Das Brautpaar ist der Mittelpunkt des Tages, es hat seinen Platz also in herausragender Position. Das Paar sitzt in der Mitte des Brauttisches. Der Brauttisch steht so, dass man von hier aus einen Überblick über den Saal haben und von allen Gästen gut gesehen wird.

Die Braut sitzt an der rechten Seite des Bräutigams. Der Grund, warum die Braut sich während des gesamten Hochzeitstages weitgehend an der rechten Seite des Mannes aufhält, liegt darin, dass der Bräutigam früher an der linken Seite seinen Degen hatte. Links hatte die Braut also keinen Platz, denn musste der Mann den Degen ziehen, um seine Liebste zu verteidigen, wäre sie da im Wege gewesen.

Wer sitzt noch zusätzlich zum Brautpaar am Hochzeitstisch?

Neben der Braut hat der Vater des Bräutigams seinen Platz. Das zeigt, dass auch er zum Schutz der Braut da ist; die Braut ist also zwischen diesen beiden Männern geborgen.

Man liest oft, dass rechts vom Vater des Bräutigams die Mutter des Bräutigams sitzt. Doch das stimmt nur, wenn die Eltern des Bräutigams noch ein Paar sind. Sind die Eltern getrennt, so sitzt hier die jetzige Frau, Lebensgefährtin oder Freundin des Vaters. Die Mutter (vielleicht mit neuem Lebensgefährten zu ihrer linken) sitzt dann dem Bräutigam gegenüber. 

Neben dem Bräutigam sitzen Brautmutter und Brautvater - die Frau also wieder rechts. Auch dies stimmt nur, wenn die Eltern noch ein Paar sind; ansonsten sitzt neben der Brautmutter ihr jetziger Mann und der Vater (ggf. mit Lebensgefährtin) sitzt gegenüber.

Wenn Eltern geschieden sind oder getrennt leben?

Die "alten Regeln" der Platzverteilung berücksichtigen nicht, dass heute fast 50% der Braut- und Bräutigameltern getrennt bzw. mit neuen Partnern leben. Man kann also nicht mehr einfach sagen "die Mutter sitzt neben dem Vater". Allerdings gilt diese Regel noch heute: Rechts neben den Männern sitzen die Frauen, mit denen sie zur Zeit "zusammen sind" - angetraut oder freundschaftlich. Sie sehen, dass selbst an der Hochzeitstafel die Platzverteilung nicht immer einfach ist, obwohl es dafür traditionelle Regeln gibt.

Wenn noch Platz am Hochzeitstisch ist, sitzen hier die Großeltern, weitere enge Angehörige sowie Trauzeugen und Brautführer. Wenn nicht anders möglich, sitzen diese am Brauttisch mit dem Rücken zum Saal, ansonsten an einem extra Tisch ganz nah.

Ein wunderbares Geschenkbuch!

Liebesbuch-Hochzeit

Es enthält Sprüche, Texte, Bilder zur Liebe, wie z. B. diesen Spruch:

 "Lieben heißt: aufeinander zugehen, so weit wie möglich, einander Raum geben, so weit wie nötig. Und Tag für Tag miteinander wachsen, denn nur wenn wir zusammen wachsen, können wir auch zusammenwachsen."
(Jochen Mariss)

Schenken Sie das Büchlein Ihren Trauzeugen und schreiben Sie dazu z.B. dies: 

"Das sagt ein Dichter namens Jochen Mariss in diesem Büchlein über die Liebe. 

Als Trauzeuge hast Du unser "Ja" gehört, unser Versprechen ewiger Liebe und Treue. Wenn Du dann Schwächen in unserer Liebe entdeckst, so darfst Du uns gern an unser Versprechen erinnern, für das Du Zeuge bist. Erinnere uns daran, immer wieder aufeinander zuzugehen, so weit wie möglich, einander Raum zu geben, so weit wie nötig."

> Blick ins "Liebesbuch" und Texte

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Wo ist der Platz für die Geistlichen und die Ehrengäste?

Ein Ehrenplatz für Hochwürden?

Immer wieder liest man, dass man nach einer kirchlichen Trauung auch für den Pfarrer bzw. die Pfarrerin einen Platz am Brauttisch freihalten soll. Das trifft vielleicht noch für sehr ländliche Gegenden zu; doch generell kann man das so nicht sagen. 

Ich habe in über 30 Jahren als Pfarrer bei mehr als 500 Hochzeitsfeiern nahezu niemals am Brauttisch gesessen! Ich weiß von anderen Geistlichen, dass sie ebenfalls ungern am Hochzeitstisch sitzen. Als Geistlicher gehört man weder zur Familie, noch zum engen Freundeskreis des Paares. 

Als Geistlicher macht man den "Anstandsbesuch" bei der Hochzeitsfeier, trinkt gern einen Kaffee oder ein Bier und möchte dann, nachdem man sich bei der Familie verabschiedet hat, "unauffällig" gehen. Dazu braucht man keinen reservierten Platz.

Erklären Sie Ihrem Pfarrer / Ihrer Pfarrerin, dass Sie bezüglich der Sitzordnung unsicher sind. Sie haben einerseits gelesen, dass Geistliche am Brauttisch sitzen - andererseits wissen Sie, dass viele Geistliche sich da nicht wohl fühlen. Ihr Pfarrer bzw. Ihre Pfarrerin wird Ihnen sagen, wie er / sie das sieht. Wenn der Geistliche gern mit am Brauttisch sitzt, dann platzieren Sie ihn dem Brautpaar gegenüber. Hier finden auch Gäste einen Stuhl, um sich zu setzen, die für kurze Zeit nach vorn kommen, um mit dem Paar zu plaudern.

Eine schriftliche Einladung zur Feier erhalten die Geistlichen allerdings. Die evangelischen Pfarrer bzw. Pfarrerinnen werden mit Partner / Partnerin eingeladen.

Ein Tisch für die Honoratioren des Ortes

In ländlichen Gegenden und kleinen Dörfern hat sich mancherorts der bürgerliche Brauch gehalten, die "Honoratioren" des Ortes einzuladen - auch wenn sie nicht zum persönlichen Bekanntenkreis zählen. 

Die Honoratioren sind Personen, die Wichtig für das Gemeinwesen sind oder sich dafür halten. Es sind die "Reichen oder Schönen" und die Stars und Sternchen, die der Feier zusätzlichen Glanz verleihen. Da werden dann samt Partner eingeladen: der Bürgermeister , der Arzt, der Tierarzt, der Apotheker, der Schulrektor, der eigene Arbeitgeber und der größte Arbeitgeber des Ortes, der größte Bauer, der Bankdirektor, der Schützenkönig, der Abt des Klosters, der Graf oder Baron, die (früh ausgeschiedene) Teilnehmerin von "Deutschland sucht das Supermodel" oder so. 

Wenn Sie in einem der Orte unseres Landes wohnen, wo diese Tradition gepflegt wird, dann sorgen Sie für einen "Honoratiorentisch", wo diese Herrschaften zusammen sitzen. Vergessen Sie als Brautpaar nicht, im Laufe des Abends auch an diesem Tisch für einige Minuten Platz zu nehmen.

Diese beiden Hochzeitsratgeber schicke ich Ihnen sofort zusammen für 12,00 Euro - keine weiteren Kosten.

> Hochzeits-Ratgeber

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Was sollte man bei der Einteilung der Hochzeitsgäste beachten?

Die übrigen Gäste

Die Personen am Brauttisch haben Sie nun nach den herkömmlichen Regeln verteilt. Für das Aufteilen der übrigen Gäste an die Tische, gibt es keine feste Ordnung, an die Sie sich halten müssten. Bedenken sie allerdings, dass die Sitzverteilung der Hochzeitsgäste von grundlegender Bedeutung für die Stimmung bei der Feier ist. Setzen Sie die so unterschiedlichen Menschen am besten so, dass diejenigen zusammen sitzen, die zusammen gehören. 

Trennen Sie nicht Menschen, die formal zusammen gehören!

An mehreren Stellen im Internet kann man lesen, dass es gut sei, Cliquen und auch Paare zu "trennen"; das würde die Atmosphäre beleben, neue Bekanntschaften würden entstehen, laute Cliquen würden beschwichtigt. Glauben Sie das bitte nicht! Solche seltsamen Tipps kommen nicht aus der Erfahrung, sondern aus den Hirngespinsten praxisferner Internetautoren. 

Die Befolgung solcher Ratschläge hat schon zu manchen chaotischen Hochzeitsfeiern geführt. Setzen Sie die Menschen unbedingt einfach so, dass sie sich in ihrer bekannten Umgebung sicher fühlen können. Diese Personen gehören also zusammengesetzt: Paare, Freundeskreise, Gruppen, Vereine, Nachbarn, Arbeitskollegen und auch Cliquen. "Trennen" Sie Paare nur insofern, dass sie nicht nebeneinander, sondern sich direkt gegenüber sitzen. 

Menschen bewusst zu trennen, auseinander zu halten oder zusammenzuführen ist nicht Ihre Aufgabe als Paar. Das können die Menschen viel besser selbst. Sorgen Sie aber für "Spielraum", damit die Gäste sich zwischen und nach dem Essen bewegen können, treffen können, Plätze wechseln können (genügend Platz / Stehtische / "Raucherecke").

Nehmen Sie Rücksicht auf Besonderheiten

Überlegen Sie, wer aufgrund körperlicher Bedingungen mehr Platz braucht. Ältere Menschen setzen Sie nicht dahin, wo es besonders eng ist, nicht in Ecken, aus denen sie schlecht herauskommen, nicht dahin, wo es zieht, nicht dahin, wo es besonders laut ist. (Da schaffen Sie schon Abstand zur feucht-fröhlichen Clique.) 

Jugendliche fühlen sich meist auch in einer engeren Nische wohl, auch im Lärm und der Tür, wo man sich mal schneller "verdrücken" kann. 

Kinder mögen einen eigenen Tisch, und die kleinen auch eine Spielecke. 

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Wie viel Platz am Tisch sollte man für jeden Gast vorsehen?

Zum Essen braucht jeder Gast genügend Platz!

Die Tische sind im Hochzeitslokal wahrscheinlich vorgegeben. Der Gastwirt weiß, wie viele Personen an seinen Tischen und in seinen Räumen Platz haben. Verlassen Sie sich aber nicht nur auf die Aussagen des Wirtes. Prüfen Sie auch selbst, ob der Platz für Ihre Gäste reicht. 60 bis 70 Zentimeter sollte man für jeden Gast an einer Hochzeitstafel einplanen. 

Engen Sie die Gäste nicht ein - schaffen Sie lieber "neuen" Raum!

Bevor Sie bei zu geringem Platzangebot noch Gäste "dazwischenschieben", prüfen Sie, ob gegebenenfalls durch Umstellen der Tische oder Dazustellen von weiteren Tischen mehr Platz für jeden Gast geschaffen werden kann. Gegebenenfalls muss unnötiges Mobiliar aus dem Saal entfernt werden. 

Manche Gästegruppen sitzen gern in Nischen oder Nebenräumen. Kinder, Jugendliche oder feste Cliquen sitzen gern zusammen und auch für sich. Wenn der Platz zu beengt wird, können Sie für diesen Gruppen vielleicht in zusätzlichen Räumen oder Nebenräumen decken.

Die Tischgrößen und ihre Sitzplätze

1 Meter Durchmesser haben runde Tische, an denen man sich zum Essen setzt, mindestens. An diesen kleinen Tischen finden  4-6 Gäste einen Platz.

An runden Tischen von 1,5 bis 2 Metern Durchmesser bringen Sie 10 bis 12 Gäste unter.

An rechteckigen Tische sind zumeist nur bis zu 1 Meter breit. Dann kann an den Kopfenden nur eine Person sitzen. Platzieren Sie hier die Gäste, die etwas mehr Platz benötigen. Ab einer Tischbreite von 1,20 Zentimetern können Sie zwei Gäste mit wenig Platzbedarf an dieser Breitseite unterbringen.

 

 

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© Dipl.-Päd., Pfarrer Frank Maibaum        http://www.frank-maibaum.de       Stand: 22.01.2012