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Haarschmuck der Braut

Der Haarkranz, Brautkranz bzw. die Brautkrone

Der Brautkranz oder die Brautkrone waren früher auf dem Kopf der Braut selbstverständlich und ergänzten optisch und symbolisch den Schleier. Sie waren deutlich zu erkennen.

Myrtenzweige, Rosmarinzweige im Haarschmuck

Myrten- und Rosmarinzweige gehörten in den Kranz oder zusätzlich zur Krone ins Haar. Heutzutage müssen Kranz oder Krone nicht so deutlich hervortreten, werden nur angedeutet oder durch andere Accessoires ganz ersetzt. So haben Sie eine große Auswahl den Kopfschmuck Ihrem Brautkleid anzupassen.

Diadem, Blumengesteck, Haarkamm und Curlies

Ein Diadem oder ein Blumengesteck, ein Haarkamm, eine Haarnadel, Curlies deuten noch Krone oder Kranz an; der Schleier wird davon gehalten oder es wird ganz auf ihn verzichtet. Sie haben nicht nur die Wahl zwischen diesen Schmuckstücken, sondern jeweils auch die Entscheidung zwischen Federn, Blumen, Satinblumen, Schleifen, Perlen, Kristallen oder die Möglichkeit verschiedene Materialien zu kombinieren.

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Was ist der schönste Haarschmuck?

Beobachten Sie! vergleichen Sie! probieren Sie aus! 

An herkömmliche Regeln müssen Sie sich nicht mehr grundsätzlich halten. 

So kann heute ein auffälliger Kopfschmuck durchaus zu einem schlichten engen Kleid getragen werden oder lange Schleifen können weit über den Saum eines kurzen Kleides „hinabfallen“. 

Dennoch ist Entscheidung nicht zu trennen von der Wahl des Brautkleides. Elemente des Brautkleides wie Form, Farbe, Material sollen sich durchaus im Kopfschmuck wiederholen, um mit dem Kleid zu einer Einheit zu werden. Materialien des Kopfschmuckes können sich z. B. am Dekollete, an der Hüfte „spiegeln“.

 

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Blick in die Geschichte des Haarschmucks

Mädchen trugen früher zu Festtagen und Feierlichkeiten gerne Haarkränze, oftmals aus frischen Blüten selbst geflochten. Doch dieser verspielte Kopfschmuck ziemte sich nur für Mädchen, nicht für verheiratete Frauen. Für eine verheiratete Frau gehörte sich die Haube an Festtagen bzw. das Kopftuch im Alltag. Daher trug die Braut am Hochzeitstag zum letzten Mal einen Haarkranz, den schönsten, den sie je im Leben trug. Er wurde im Verlauf der Trauung (spätestens zum Ende der Feier) durch eine Haube ersetzt. So kennen wir noch heute den Ausspruch "sie kommt unter die Haube".

 

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Der Brautschleier

 Die Geschichte des Brautschleiers 

So ziemlich alle Kleidungsstücke und Accessoires der Braut waren bis ins späte Mittelalter in erster Linie nicht Schmuck sondern hatten die Doppelbedeutung einerseits Unschuld und Keuschheit zu demonstrieren und andererseits die bösen Geister zu irritieren. 

Der Brautschleier, der das Gesicht verhüllte, ist dafür das Paradebeispiel. Nur der Auserwählte durfte ihn lüften; was symbolisch zeigte, dass die Braut sich nur von ihm „enthüllen“ lässt. Zusätzlich konnten die bösen Geister (allen voran der Fürst der Finsternis) die Braut nicht vorher in "Beschlag nehmen", denn sie hatte sich hinter dem Schleier versteckt. Schon in alten Zeiten, noch bevor Wert auf ein ausgesprochenes Brautkleid gelegt wurde, war der Schleier zentrales Kleidungsstück der Braut. Das Brautkleid hat sich erst aus dem Schleier entwickelt.

Die herkömmliche symbolische Bedeutung des Schleiers schwingt noch heute mit; doch in erster Linie ist er jetzt Schmuck, der die Braut aus dem Alltag heraushebt und ihr etwas märchenhaftes, zauberhaftes, wunderbares verleiht.

Die international anerkannte Seite zum Kaufen, Benennen und Verschenken eines echten Hochzeitssterns:

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Mit Schleier oder ohne?

Mit der Entscheidung, ob Sie einen Schleier tragen möchten und welche Form und Länge er haben soll, lasse ich Sie allein.

Es gibt zahlreiche Variationen, die Sie selbst abwägen müssen. Sie können auf den deutlichen Schleier verzichten und ihn mit einer Schleife im Haar nur andeuten; Sie können einen besonders kurzen Schleier kunstvoll in Falten legen, ihn also hoch drapieren; Sie können sich für einen Schleier entscheiden, der sanft fällt und an der  Taille endet; Sie können einen Rundschleier mit 200 cm Durchmesser wählen, der mit dem Brautkleid verschmilzt und zur Schleppe wird.

Auch dann dürfen Sie den Schleier tragen!

Immer wieder lese ich, drei Fehlinformationen: Erstens, der Schleier wäre bei einer rein standesamtlichen Hochzeit fehl am Platze und würde nur zur kirchlichen Trauung getragen; zweitens, Schleier würden nur zu Bräuten passen, die das erste Mal heiraten; drittens, zu "älteren" Bräuten passe kein Schleier. 

Alle drei Informationen kann man zwar auf dem Hintergrund der herkömmlichen symbolischen Bedeutung des Schleiers verstehen; doch sie sind Jahrzehnten "überholt". Sie als Braut und Bräutigam entscheiden selbst, was ihnen steht und was Sie mit Ihrer Kleidung und den Accessoires aussagen möchten. Vielleicht soll die zweite Hochzeit ein ganz neuer, weißer Anfang sein; und ich habe eine Braut erlebt, die im Alter von 70 Jahren mit pompösen Brautkleid und deutlichem Schleier zum Altar schritt – es war positiv beeindruckend und bewegend.

Da ist die Seite zum Stöbern in den kleinen religiösen Dingen

Hochzeitskerzen, Tischkerzen, Engelbilder, Schutzengel, Haussegen und vieles mehr:

Religiöse-Geschenke.de - Moderne Geschenke

weiter zu > Form und Farbe des Schleiers

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Die Form und Farbe des Brautschleiers

Natürlich bringen sie den Schleier mit dem Kleid in Einklang; doch die oft gehörten Regeln, dass z. B. zu einem kurzen Kleid ein kurzer und zu einem langen Kleid ein langer Schleier gehört, müssen nicht für Sie gelten. Probieren Sie es ruhig mal anders herum. 

Der Schleier ist farblich zurückhaltend, muss aber nicht schlicht sein!

Farblich sollten Sie sehr vorsichtig sein. Ein cremefarbener Schleier zum weißen Kleid wirkt eher schmutzig; aus selbigem Grund passt nicht der weiße Schleier zum cremefarbenen Kleid. Zart farbige Schleier haben auch Ihren Reiz; doch Vorsicht: Farbige Schleier treten zu schnell in den Vordergrund, wirken aufgesetzt, fügen sich nicht leicht ein. 

Schlicht muss der Schleier nicht sein, entsprechend dem Brautkleid zieren ihn Applikationen wie Perlen, Federn, Stickereien.

 

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Das sollten Sie noch zum Brautschleier wissen!

Der Brautschleier als Gesichtsschleier

Wenn der Brautschleier das Gesicht bedecken soll

Möchten Sie den Schleier auch zeitweise über dem Gesicht tragen, so brauchen Sie einen besonderen Schleier, der sich speziell als Gesichtsschleier eignet. Tragen Sie den Schleier teilweise vor dem Gesicht, so muss er je nach Stoff zwei oder mehr Lagen haben.

Den Brautschleier selbst nähen? 

Vielleicht finden Sie schnell einen Schleier, der zu Ihrem Gesamtoutfit  passt. Doch Brautschleier kann man gut selber nähen oder nähen lassen. So können Sie Ihre Vorstellungen optimal umsetzen. Ein solcher selbst entworfener und genähter Wunschschleier ist preislich zudem nicht teurer als die Schleier, die der Handel anbietet.

Gegebenenfalls brauchen Sie einen Zweitschleier!

Sind Hochzeitsspiele mit Ihrem Schleier geplant? Oder ist es wahrscheinlich, dass man eine spezielle Hochzeitsüberraschung plant, in dem der Schleier eine besondere Rolle spielt? Gibt es bei Ihnen in der Region den Brauch, dass der Schleier am Schluss der Feier von ledigen Damen zerrissen wird? Oder wird er als "Netz" über Sie gespannt, um Geld aufzufangen? Oder will ihn gar jemand versteigern bzw. ersteigern? 

Wenn Sie mit einem solchem Hochzeitsbrauch oder mit Schleierspielen rechnen müssen, dann überlegen Sie frühzeitig, ob Sie Ihren Originalschleier dafür hergeben mögen. Vielleicht möchten Sie ihn lieber unversehrt aufheben! 

Damit Sie aber den Spaß nicht verderben müssen, halten Sie für jegliches Brauchtum und für die Spiele einen einfachen "Zweitschleier" parat, auf den Sie dann gern entbehren können.

Voller guter Wünsche

Ein kleines Geschenkbuch 

Ich habe ein Büchlein voller wunderbarer Wünsche entdeckt - ein Wunsch und ein Bild auf jeder Seite. 

Ein Geschenk des Paares an die Helfer

sowie

Ein Geschenk an das Hochzeitspaar

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© Dipl.-Päd., Pfarrer Frank Maibaum        http://www.frank-maibaum.de       Stand: 02.03.2012