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Hochzeits-Blumenkinder

Bedeutung des Brauchs

Wann werden Blumen gestreut?

Welche Streublumen?

Blütenblätter auf den Weg streuen

Das Blumenstreuen ist einer der ältesten Hochzeitsbräuche! Darauf kann kaum verzichtet werden!

Dem Paar werden Blumen auf den Weg gestreut!

Dieser farbenfrohe Brauch ist bei Hochzeiten besonders beliebt. Kein Wunder, er ist einfach zu organisieren, hinterlässt schöne Spuren und hat von hohe symbolische Aussagekraft.

Alles, was man dazu benötigt sind Blütenblätter und kleine Körbchen. Die Blumenblätter besorgt man am besten in einer Gärtnerei oder in einem Blumenladen. Farblich besonders harmonisch wirkt es, wenn die Blumenblätter den Farben des Brautstraußes angepasst sind.

Und natürlich braucht man auch noch Kinder, die die bunten Blütenblätter werfen – aber das dürfte kein Problem sein. Denn nicht nur für das Brautpaar und die Gäste ist das Blumenstreuen ein schöner Brauch. Besonders viel Freude werden die Blumenmädchen oder Blumenkinder haben, die die Blüten auf den Weg verteilen dürfen.

 

Die symbolische Bedeutung des Blumenwerfens und Blütenstreuens

Das "Blumen auf den Weg streuen" ist eine symbolische Handlung. Es ist also etwas "zeichenhaftes" ohne praktischen Sinn, aber mit einer tiefen Bedeutung.

Symbole und symbolische Handlungen

Symbole bzw. symbolische Handlungen sind Gegenstände bzw. Handlungen mit einer tiefen Bedeutung. Sie sprechen das Innerste des Menschen an, seine Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnungen, seine Liebe oder seine Trauer. Jeder Gegenstand kann zum Symbol werden, wenn man ihn mit einem tiefen Sinn verbindet. Der materielle oder praktische Wert dieser Gegenstände oder Handlungen spielt dann keine Rolle mehr. Sie sind zum Zeichen geworden, ihre Aussage ist das Bedeutsame.

Die allgemeine Bedeutung von Blumen!

Die Bedeutung einer Symbolhandlung muss man nicht erklären. Man fühlt intuitiv ihren Wert und ihre Aussage - so sollte es jedenfalls sein. Jeder Mensch spürt, dass Blumen Freude bedeuten Freude, Vielfalt, Farbe, Glück, Liebe. Stellt man sich das Paradies vor, so denkt man an Blumen. Blumen wachsen kaum auf dürrem, trockenem Land; wo Blumen sind ist Wasser und das Land ist reich und gesegnet. Blumen sind ein natürliches Zeichen für Fülle, Leben und Segen, also für alles Gute.

Mädchen streut Blumen

Was bedeutet es, wenn man dem Brautpaar Blumen auf den Weg streut?

Streut man Blumen auf den Weg, so will man also an den Paradiesgarten erinnern, wo Menschen unbeschwert leben, wo Mann und Frau miteinander ohne Sorgen glücklich sind. So wie im Paradies soll es für das Paar sein, dem man Blumen streut. Vielfalt wünscht man damit, gegen alle Langeweile, Freude gegen Traurigkeit, Farbenpracht gegen Eintönigkeit, Lebendigkeit gegen Müdigkeit, Segen - also alles erdenklich Gute.

Vor die Füße streuen - nicht hinter das Paar!

Die Blütenblätter werden natürlich vor dem Paar auf den Weg gestreut. Es macht keinen Sinn, sie dem Brautpaar nachzuwerfen. Braut und Bräutigam sollen über die Blütenblätter schreiten.

Blütenblätter über das Brautpaar regnen lassen

Es hat auch Symbolkraft, die Blütenblätter direkt auf Braut und Bräutigam zu werfen. Das bietet sich an, wenn nicht Kinder sondern Erwachsene die Blumen streuen. Die Erwachsenen "Blumenkinder" bilden dann eine Gasse, durch die das Brautpaar schreitet und dabei den Blütenregen empfängt.

Königen wurden Blumen auf den Weg gestreut. / Jesus ritt auf einem Teppich von Palmenzweigen in Jerusalem ein.

Indem man Blumen auf den Weg streut, ehrt man die Menschen, die darüber schreiten. Blumen auf dem Weg sind wie ein roter Teppich den man für besondere Gäste ausrollt.

Die Blütenblätter sind das Empfindliche und Kostbare an der Blume.

Indem man diese kostbaren Blätter auf den Weg wirft, sagt man symbolisch: Ihr seid etwas ganz besonderes und so sehr wünschen wir euer Glück, dass wir vom Schönsten (den Blumen) noch das Beste und Kostbarste für Euch geben. Möge euer Weg wie auf Blüten gebettet sein.

Wann werden Blumen bei der Hochzeit gestreut?

Für den Zeitpunkt des Blumenstreuens gibt es verschiedene Möglichkeiten.

 

1) Das Blumenstreuen zur kirchlichen Trauung.

Ein alter und sinnvoller Brauch für das Streuen der Blumen ist es, dem Paar beim Auszug aus der Kirche oder aus dem Standesamt Blütenblätter auf den Weg zu streuen.

Mit den Geistlichen muss im Traugespräch geklärt werden, wie der Auszug aus der Kirche gestaltet wird. Weisen Sie als Paar den Pfarrer bzw. die Pfarrerin darauf hin, dass Sie Blumenkinder haben. Der Pfarrer oder die Pfarrerin wird Ihnen dann erklären, wie genau der Brauch gestaltet werden kann. Dabei ist die Frage zu klären, wo und wie die Kinder gehen. Bei der Brautmesse (Hochzeitsgottesdienst) formiert sich der Hochzeitszug üblicherweise nach dem Schlusssegen. Die Kinder stellen sich dazu mit ihren Blütenkörbchen vor das Paar. Der Pfarrer gibt ein Zeichen, dass sich der Zug in Bewegung setzen kann.

Mit den Geistlichen bzw. den Küstern (den Mesnern) muss abgesprochen werden, wo genau die Blumenkinder die Blüten verstreuen dürfen.

Zumeist ist das Blumenstreuen innerhalb der Kirche selbst nicht erlaubt, zumal, wenn der Gang mit einem Teppichläufer ausgelegt ist. Häufig können die Blumenblätter erst geworfen werden, sobald man das Freie erreicht hat, also vor dem Kirchenportal. In manchen Kirchen ist das Blütenstreuen schon in der Kirche erlaubt - ab da, wo der Teppich endet. Klären Sie das vor Ort!

Sprechen Sie auch ab, ob die Kinder schon beim Einzug in die Kirche voranschreiten oder erst beim Auszug. Streuen sollten Sie beim Einzug in die Kirche noch nicht; das würde symbolisch wenig Sinn ergeben, denn das "Blüten auf den Weg werfen" ist eine Geste, die dem bereits getrauten Paar gilt.

2) Das Blumenstreuen zur standesamtlichen Trauung

Findet keine kirchliche Trauung statt, so können die Blumenkinder beim Auszug aus dem Standesamt in Aktion treten.

3) Blütenstreuen zum Einzug in das Festlokal

Ist weder an der Kirche noch am Standesamt ein Blumenstreuen geplant oder möglich, so können die Kinder dem Paar beim Einzug in das Hochzeitslokal die Blüten auf den Weg streuen.

 

Welche Blumen werden traditionell zur Hochzeit gestreut?

Die Blütenblätter roter Rosen werden dem Brautpaar gern auf den Weg gestreut.

Das Rot der Rosenblätter und das Weiß des Brautkleides ergänzen sich optisch gut. Das kann ein Gesichtspunkt für die Auswahl der Blüten sein. Für die Rosenblätter spricht auch, dass die Rose aufgrund Ihrer reichhaltigen Blütenblätter und der vielen Monate, in der Rosen blühen, als "Königin der Blumen" gilt. Eine solch hervorragende Blume ist auch von daher für den Hochzeitstag besonders geeignet.

Gern darf man sich für andere Blumen entscheiden.

Da gibt es keine Regel, die vorschreibt, dass es Rosenblätter sein sollen. Ein Gemisch aus Blütenblättern der jeweiligen Saison ist durchaus angemessen. Eine solche Vielfalt unterstreicht symbolisch den Wunsch nach "vielfältigem", reichhaltigem Glück.

Kann man künstliche Blütenblätter streuen?

Oft werden künstliche Rosenblätter aus Seide gestreut. Das kann praktische Gründe haben, denn in manchen Kirchen sind die frischen saftigen Blütenblätter nicht gern gesehen, manchmal sogar untersagt. Der Saft der zertretenen Blütenblätter kann unangenehme, nachhaltige Flecken auf dem Boden hinterlassen.

Erkundigen Sie sich im Vorgespräch (bei kirchlichen Trauungen im Traugespräch) ob und wo das Streuen von Blütenblättern erlaubt ist. Vor machen Standesämtern und Kirchen darf man keine echten Blütenblätter streuen, weil die Blätter (insbesondere die roter Rosen) Farbe auf dem Boden hinterlassen! Da wird Wert auf Seidenblätter gelegt. An manchen Orten wiederum sind Seidenblätter verboten - wegen der Rutschgefahr!

Wenn irgend möglich, verwenden Sie Blätter frischer, echter Blumen!

Künstliche Blütenblätter sind eigentlich ein Notbehelf. Man schenkt ja auch der Liebsten oder der Schwiegermutter keine künstlichen Blumen, und man stellt nur frische Blumen auf den Altar – hoffe ich jedenfalls. Nur frische Blumen drücken aus:

"Die haben wir für euch gepflückt!" / "Die sind ein Geschenk der Natur an euch!" / "Wie Gott den Blumen Farbe und Kraft schenkt, so möge er mit seinem Segen auch euren Weg begleiten!" / "Möge euer Leben wie auf Blüten gebettet sein!"

Doch auch Seidenblätter haben eine symbolische Aussagekraft. - Bedeutsam: Man kann sie leicht wieder zusammenfegen und aufsammeln; auch das kann ein sinnvoller Gesichtspunkt für die Entscheidung sein!