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Welche Namen tragen die Eheleute

Begriffserklärungen zum Namensrecht

Wie wollen Braut und Bräutigam heißen?

Welchen Ehenamen will man tragen und wie soll der Name der Kinder sein? Das Namensrecht kennt viele Begrifffe: Geburtsname, der angeheiratete Name, Ehename, Familienname, Hausnahme. Hier finden Sie Erklärungen zu den unterschiedlichen Begriffen - als Grundlage für die Vorbereitung Ihrer standesamtlichen Trauung.

Es gehört zur Vorbereitung der Trauung, dass Sie sich Gedanken machen, wie nach der Hochzeit Ihr Nachname (Ehename) lauten soll. Da ist es gut diese Begriffe des Namensrechts zu kennen. Bei der standesamtlichen Trauung geben Sie dem Standesbeamten eine Erklärung bezüglich Ihrer zukünftigen Namen ab. Diese Namen werden im Familienbuch urkundlich festgehalten

Der Geburtsname

= Der Geburtsname ist im Prinzip der Nachname, den Sie seit der Geburt tragen.

Doch Geburtsname kann sich seit Ihrer Geburt geändert haben.

Der Geburtsname kann sich geändert haben durch Adoption, durch nachträgliche Änderung des Sorgerechts Ihrer Eltern oder weil Ihre zum Zeitpunkt Ihrer Geburt ledige Mutter später geheiratet hat. Wenn Sie diesen Namen erhalten haben, dann ist dieser neue Name ihr Geburtsname.

Der Geburtsname ist also doch nicht unbedingt der Name, unter dem Sie geboren sind!

Der Geburtsname ist aber im Gegensatz zum angeheirateten Namen der Name, den Sie vor jeglicher Eheschließung tragen. Bei Frauen nannte man ihn früher Mädchenname.

Rechtlich gesehen ist Ihr Geburtsname einfach der Name, der im Familienbuch (beim Einwohnermeldeamt) als Ihr Geburtsname eingetragen ist, auch wenn er sich seit Ihrer Geburt geändert hat.

Der angeheiratete Name

= Der angeheiratete Name ist im Gegensatz zum Geburtsnamen der Name, den Sie durch eine Eheschließung erhalten.

Nun könnte man sagen: Das ist also der Ehename. Ja, meistens ist es so, doch wieder müssen Sie Unterschiede beachten. Es kann einen Unterschied zwischen dem angeheirateten Namen und dem Ehenamen geben.

Der angeheiratete Name ist nicht unbedingt der Ehename!

Wenn Sie nämlich nicht mehr verheiratet sind und noch den "alten" Ehenamen tragen, so ist das nicht mehr ihr Ehename, sondern dann nur noch Ihr angeheirateter Name.

Diesen Namen aus früherer Ehe (angeheirateter Name) können Sie in die neue Ehe mitnehmen und mit dem Namen des neuen Ehepartners zum neuen Ehenamen kombinieren.

Ehename

= Der Ehename ist der Name, für den Sie sich bei der standesamtlichen Eheschließung entscheiden, um ihn während Ihrer Ehe als Ihren Nachnamen zu tragen.

Die beiden Partner können unterschiedliche Ehenamen tragen.

Beachten Sie die Unterscheidung zwischen Ehename und angeheiratetem Namen, wie er im vorherigen Abschnitt beschrieben ist!

Was Sie zur Wahl des Ehenamens wissen müssen und bei der Wahl Ihres Ehenamens berücksichtigen müssen, steht auf der nächsten Seite unter "Die gesetzlichen Bestimmungen": Der Namensrechtsparagraph im Bürgerlichen Gesetzbuch.

Familienname

= Man kann sagen, der Familienname ist der "Stammname" der Familie.

Unter Familiennamen gehören die Familienmitglieder zusammen - auch wenn die einzelnen Ehepartner unterschiedliche Nachnamen tragen.

Diesen Namen erhalten die Kinder, die aus der Ehe hervorgehen. Haben beide Partner sich zur Eheschließung für denselben Ehenamen entschieden, so ist dieser Ehename "automatisch" der Familienname. Auch die Kinder werden so heißen.

Tragen Ehefrau und Ehemann auch nach ihrer Eheschließung unterschiedliche Nachnamen, so müssen sie sich - spätestens wenn Kinder aus der Ehe hervorgehen - auf einen der beiden Namen als Familiennamen einigen.

Haben die Partner Doppelnamen, so kann der Familienname nur ein Teil eines Doppelnamens sein. Doppelnamen sind als Familienname nicht zulässig.

Nachname / Hausname

= Der Begriff Nachname bezeichnet einfach den Namen, den eine Person zusätzlich zum Vornamen trägt.

Der Nachname kann im rechtlichen Sinne der Geburtsname, der angeheiratete Name, der Ehename oder der Familienname sein.

In gleichem Sinne wie "Nachname", wird der Begriff "Hausname" benutzt. Doch durch das neue Eherecht besinnt man sich wieder auf die eigentliche Bedeutung dieser Bezeichnung. Herkömmlich ist der Hausname der Name, der an der Haustür einer Familie steht - auch wenn einzelne hier wohnende Familienmitglieder aus irgendwelchen Gründen einen anderen Nachnamen tragen.

Der umgangssprachliche Begriff "Hausname" ist eher vergleichbar mit dem Begriff "Familienname" im Sinne des Namensrechts.