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Standesamt bis zur standesamtlichen Zeremonie

Hier geht es um Morgen am Tag der Hochzeit bis zum Einzug ins Trauzimmer. Den Ablauf im Standesamt finden Sie auf der nächsten Seite.

Vor dem Betreten des Standesamts

Die Ankunft im Standesamt

Wer kommt mit ins Trauzimmer?

Einzug und Sitzordnung

Auf dem Weg zum Standesamt

Was Sie schon lange vorher zur Anmeldung im Standesamt und zu den nötigen Unterlagen für die standesamtliche Eheschließung wissen müssen, steht schon unter: 6 MONATE / Standesamt

Sie werden an diesem Tag früh aufstehen müssen!

Damit Sie ohne Angst zu verschlafen, einen erholsamen Schlaf haben, stellen Sie sich diesmal gleich zwei Wecker. Besser noch, lassen Sie sich von zuverlässigen Personen wecken, die Ihnen dann auch gleich bei den ersten Erledigungen des Tages zur Hand gehen. Besprechen Sie den Ablauf am Tag vorher mit diesen Helfern.

Am Tag vorher haben sie bereit gelegt, was Sie heute benötigen!

Gehen Sie daheim noch einmal Ihre Checkliste für diesen Tag durch? Haben Sie alle Utensilien, die Sie zur Hand haben müssen dabei? Sind alle Gegenstände in der Brauttasche verstaut bzw. an die Helfer gegeben?

Seien Sie frühzeitig am Standesamt!

Immer wieder kommen Paare, Gäste und Trauzeugen zu spät zur Trauung. Häufige Entschuldigungen sind dann:

"Wir haben gar nicht gedacht, dass am Samstag so viel Verkehr in der Stadt ist!" / "Da war doch glatt kein Parkplatz zu finden!" / "Unser Navi spinnt, hat uns doch glatt ganz falsch gelotst!" / "Wir mussten erst mal Kleingeld für die Parkuhr zusammenkratzen!"

Das sind keine Entschuldigungen, und beim Standesbeamten werden Sie damit nur ein müdes Lächeln ernten. Solche Verspätungen stören den gesamten Zeitplan, sind ärgerlich und nicht akzeptabel.

Testen Sie vorher den Weg und eventuelle Hindernisse

Testen Sie schon in den Wochen vorher (am Besten an einem Tag wie dem Hochzeitstag) wie der Verkehr ist, wie viel Zeit man zum Standesamt benötigt, und wie die Parkmöglichkeiten sind. In Ihrer Tasche (oder in der Tasche einer der Helfer) liegen reichlich Parkgroschen bereit - notfalls auch für die Trauzeugen und die wichtigen Gäste.

Planen Sie einen zeitlichen "Spielraum" ein

Wenn Sie im letzten Moment ankommen überfällt Sie eine Hektik, die Sie dann nicht mehr so schnell los werden. Fragen Sie schon bei der Anmeldung Ihrer Trauung und der Festlegung des Trautermins, wann Sie da sein sollen. Seien Sie dann jedenfalls noch zehn Minuten früher vor der Tür. Ansonsten planen Sie so, dass Sie jedenfalls 30 Minuten vor Ihrem Termin am Standesamt ankommen; dann haben Sie genug zeitlichen Spielraum, um 15 Minuten vor Beginn im Anmeldezimmer oder Warteraum zu sein.

Ankunft im Standesamt

Begeben Sie sich direkt ins Anmeldezimmer des Standesamtes.

Vielleicht stehen da schon Gäste vor der Tür, um Sie freudig zu empfangen. Vielleicht möchten Sie auch schnell oder in Ruhe noch eine Zigarette rauchen. Nein, Sie begeben sich direkt in den Anmelderaum / Wartebereich. Hier werden Sie von Mitarbeitern des Standesamtes empfangen.

Geben Sie ab, was Sie schon in den Tagen vorher zusammengestellt haben: Die Ausweise (Ihre Ausweise und die der Trauzeugen und ggf. den des Dolmetschers), das Familienstammbuch (falls Sie eines bei der Anmeldung erworben haben), die Eheringe. Offene Formalitäten können nun noch geklärt werden; und Sie haben Gelegenheit noch Fragen zum Ringwechsel und zum Ablaufes anzusprechen.

Dann bleibt Ihnen noch etwas Zeit!

Das Standesamtpersonal benötigt nun eine eine kleine Zeitspanne, um alles entsprechend der Absprachen und Ihren Wünschen vorzubereiten. Vielleicht ist man auch etwas aus dem Zeitplan gekommen, weil es bei der Trauung die vor Ihrer lag Verzögerungen gab. Es entsteht für Sie also Wartezeit.

Nun können Sie Ihre Gäste begrüßen und deren Fragen zum Ablauf beantworten. Jetzt können Sie Ihre "Beruhigungszigarette" rauchen. (Atmen Sie nach Ihrer Zigarette noch mal tief durch, damit Sie der Standesbeamtin nicht den letzten Qualm entgegenblasen, der sich noch in Ihrer Lunge versteckt hält.) Vielleicht ist jetzt auch ein Zeitpunkt für das Mundspray oder das Erfrischungskaugummi aus der Handtasche bzw. dem "Notfall-Set")

Wer findet im Trauzimmer Platz?

Klären Sie vorher, wie viel Platz im Trauzimmer des Standesamtres ist!

Sie haben sich schon lange vorher erkundigt, wie viele Personen im Trausaal Platz finden können. Entsprechend haben Sie zur standesamtlichen Trauung eingeladen. (Personen, die eingeladen sind, sollten auch Platz finden (zumindest einen Stehplatz). Personen, die eine Anzeige erhalten haben, und alle Menschen, die sonst noch kommen, warten vor dem Trauzimmer bzw. vor dem Standesamt.

Sie konnten also klären, welche Personen im Trauzimmer sein werden, und wie diese "aufmarschieren". Das sind die Möglichkeiten: Sie treffen Sie sich gemeinsam vor dem Raum und ziehen zusammen ein. Oder Sie lassen die Gäste schon vorher im Trauzimmer Platz nehmen. Ihre Trauzeugen organisieren dies und weisen die Plätze an. Sie halten sich dabei zurück bzw. halten sich bei den Gästen auf, die vor dem Zimmer bis zum Ende der Zeremonie warten werden.

Auf ein Zeichen des Standesbeamten ziehen Sie als Brautpaar dann in den Trausaal ein. Gegebenenfalls (und falls nicht noch eine kirchliche Trauung mit einem zeremoniellen Einzug folgt) werden Sie dabei von den Trauzeugen / Brautjungfern / Engelchen begleitet.

Weitere Gäste warten vor dem Trauzimmer bzw. vor dem Standesamt!

Sie haben etliche Personen eingeladen. Für diese haben Sie Plätze im Trauzimmer des Standesamtes reserviert. Zusätzlich werden Menschen kommen, die durch eine Anzeige oder einfach so von diesem Hochzeitstermin erfuhren. Zum Standesamt kann kommen, wer möchte. Es ist doch schön, wenn da plötzlich viele stehen. Also rechnen Sie damit, dass neben den eingeladenen Personen noch weitere Menschen vor der Tür stehen werden - Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde der Eltern, Vereinsmitglieder. Diese Personen kommen nicht mit ins Trauzimmer. Sie warten draußen.

Gibt es Gäste mit Behinderungen?

Falls Menschen mit Handicaps unter Ihren Hochzeitsgästen sein werden, so haben Sie schon Wochen vorher geklärt, welche Besonderheiten dazu zu bedenken sind! Wenn z.B. Sondereingänge (Behindertenzugänge und -zufahrten) zu öffnen sind, so weisen Sie das Standesamtpersonal möglichst frühzeitig (schon beim Vorgespräch) darauf hin.

Sie haben Ihren Hochzeitshelfern die Aufgabe übertragen, nun am Tag der Hochzeit darauf zu achten, dass dies klappt. Das muss jetzt ohne Sie laufen. Sie als Hochzeitspaar (und auch die Trauzeugen) müssen sich nun auf andere Dinge konzentrieren.

Der Einzug ins Trauzimmer und die Sitzordnung

Die Gäste sitzen schon oder folgen Ihnen beim Einzug ins den Trausaal!

Die Standesbeamtin bzw. der Standesbeamte (oder eine Mitarbeiterin) geleitet das Brautpaar ins Trauzimmer. Die Gäste sitzen und stehen schon im Raum oder folgen nun dem Paar.

Am besten: Die Hochzeitsgäste sind schon vor dem Paar im Trausaal!

Oftmals kann man beobachten, dass das Paar vor den Gästen in das Trauzimmer geht. Das ist schade, denn dann sehen die Gäste den Einzug nicht. Schöner: Alle Hochzeitsgäste werden vor dem Paar ins Trauzimmer gebeten. Die Gäste sitzen schon, wenn das Paar kommt. gut auch, wenn sie dazu aufstehen und das Paar so willkommen heißen.

Dieser Einzug kann formlos geschehen. Doch auch ein feierlicher Einzug ist möglich. Zu einem solchen Einzug haben die Gäste schon Platz genommen. Wenn der Bräutigam am Trautisch wartet, führt der Brautvater (oder ein anderer Brautführer) die Braut herein und gibt sie dem Bräutigam an die Seite.

Doch ebenso kann das Paar gemeinsam einziehen, gefolgt von Trauzeugen bzw. Brautjungfern. "Engelchen" / Blumenkinder können vorangehen. Ein solcher Einzug gestaltet sich also wie ein zeremonieller Einzug in eine Kirche; und er macht hier im Standesamt auch nur Sinn, wenn nicht noch eine kirchliche Trauung folgt. Sie haben vorher mit dem Standesbeamten geklärt, wie Sie den Einzug ins Trauzimmer wünschen.

 

Die Sitzordnung im Trausaal des Standesamtes

Wo sitzen Brautpaar, Trauzeugen, Brautjungfern und die Gäste bei der standesamtlichen Traauung?

Das Paar sitzt vorn in der Mitte am Brauttisch. Die Braut sitzt dabei rechts vom Bräutigam. Zu beiden Seiten des Paares ist üblicherweise Platz für jeweils einen Trauzeugen. Klären Sie die Sitzordnung vorher mit dem Standesbeamten.

Trauzimmer sind üblicherweise klein, die Plätze sind begrenzt. Oft sind da nur wenige Sitzmöglichkeiten, die Sie für die älteren Gäste bzw. engen Familienangehörigen freihalten sollten. Etliche Gäste müssen sicherlich stehen.

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Die Zeremonie im Standesamt