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Überraschungen & Aufgaben für das Brautpaar

Übersicht: Hochzeitsüberaschungen

Regeln - für Brautpaar-Überraschungen

Übersicht über die Hochzeitsüberraschungen

Freunde, Bekannte und Verwandte überraschen das Brautpaar gern mit Aufgaben und Spielen. Braut und Bräutigam müssen dabei gemeinsam kleine Anforderungen bestehen, knifflige Aufgaben lösen, aufgebaute Hindernisse überwinden oder gemeinsam spielen. Hier zeige ich Ihnen bekannte Überraschungs-Klassiker und neue Ideen. Doch die Aufgaben dürfen nicht zu schwierig sein und nicht peinlich - darum sage ich Ihnen auch, was Sie dem Brautpaar nicht zumuten dürfen und bei der Auswahl und Vorbereitung der Überraschungen beachten müssen.

 

Hindernisse und Wegsperren

Zu den ältesten Hochzeitstüberraschungen gehört das sogenannte "Brautaufhalten". Noch heute werden dem Brautpaar gern Hindernisse in den Weg gestellt - beim Verlassen des Standesamts bzw. der Kirche oder beim Betreten des Hochzeitslokals. Die Beiden dürfen dann erst weitergehen, wenn sie eine knifflige Aufgabe gelöst haben oder eine Barriere überwunden haben. Zur Gruppe dieser Überraschungen gehören z.B. der Rosenslalom, das Liebes-Scrabble, das Ausschneiden des Valentins-Herzens, das alte Baumstammsägen und viele mehr:

Hand zeigt nach rechts Hindernisse, Wegsperren, Barrieren

 

Böses vertreiben - Gutes wünschen

An vielen der bekannten Hochzeitsüberraschungen erkennt man noch, dass die Menschen im Mittelalter immense Angst vor bösen Geistern hatten - die wollte man mit Überraschungen vertreiben und gleichzeitig dem Brautpaar gute Wünsche mit auf den Weg geben. Am bekanntesten sind die Blechdosen an der Hochzeitslimousine, das Reiswerfen, das Hupkonzert - damit vertreibt man Böses und wünscht Gutes herbei. Mehr, wie z.B. das das "Hochzeitsorakel" sind da:

Hand zeigt nach rechts Böse Geister - Gute Wünsche

 

Brautraub

Zur Zeit der Raubritter soll es nicht selten vorgekommen sein, dass Bräute am Hochzeitstag ernsthaft geraubt wurden und in irgendeiner Burg unauffindbar verschwanden. Mit dem Brauch des Brautstehlens stellte man diese Unsitte spielerisch nach. Welche Hintergründe der Brauch noch hat und welche Bedeutung, und welchen Sinn die spielerische Brautentführung heutzutage hat und wie man diesen Brauch gestaltet steht in dem Kapitel:

Hand zeigt nach rechts Die Brautentführung

Regeln für Hochzeitsüberraschungen

Nachbarn, Verwandte und der Freundeskreis des Hochzeitspaares lassen sich gern etwas einfallen, wie Sie das Brautpaar überraschen. Mit derartigen speziellen Aufgaben und Hindernissen überfallen sie das Brautpaar am Polterabend, nach dem Standesamt bzw. nach der kirchlichen Zeremonie oder auf dem Hochzeitsball.

 

Für welche Hochzeitsüberraschung Sie sich auch entscheiden.
Das müssen Sie jedenfalls beachten:

 

Regel Nr. 1

Überraschen Sie mit Hochzeitsspielen nur Braut und Bräutigam - nicht den Hochzeitsplaner!

Derartige „Hochzeits-Hürden“ dürfen für das Traupaar überraschend kommen; die beiden Hochzeiter brauchen also vorher nicht Bescheid wissen, was auf sie zukommt.

Aber der Hochzeitsplaner, der Zeremonienmeister oder die Trauzeugen sollten durch Ihre Spieleinlage nicht überrascht sein. - Die müssen vorher "eingeweiht" werden

Hochzeitsüberraschungen und Spiele und Späße müssen mit den Personen, die für den Gesamtablauf der Hochzeitsfeierlichkeiten verantwortlich sind, abgesprochen sein. Diese wissen auch, ob die Überraschung bzw. die Aufgabe zum Brautpaar passt und an welcher Stelle der Spaß stattfinden kann.

Falls man Räumlichkeiten des Standesamtes oder die Kirche bzw. den Kirchhof einbezieht, sollten frühzeitig auch die Standesbeamten bzw. Küster oder Geistlichen über die geplanten Spiele informiert werden.

 

Regel Nr. 2:

Stören Sie mit Spielevorbereitungen nicht den Verlauf der Trauzeremonie oder den Hochzeitsgottesdienst!

Standesbeamte und Geistliche klagen immer wieder darüber, dass Personen, die eine Überraschung planen, die standesamtliche Zeremonie bzw. kirchliche Feier stören.

Selbst wenn eine Hochzeitsüberraschung erst im Anschluss an die feierliche Trauzeremonie stattfindet, sind die Akteure oftmals schon während der feierlichen Zeremonie intensiv mit ihren Unterlagen bzw. Materialien beschäftigt. Gegen Ende der Zeremonie werden sie nervös und unachtsam und warten nur auf den Zeitpunkt, frühzeitig den Trausaal bzw. die Kirche verlassen zu können, um draußen Ihr Spalier, ihre Wegsperre oder Aufgabe zu präsentieren.

 

Ich habe selbst als Pfarrer solche Störungen oft erlebt.

Die Bitte ist also:

Der Freundeskreis, der die Überraschung durchführt, sollte nicht vor Ende der Feier "still und unauffällig" den Saal verlassen - das klappt nicht und stört auf jeden Fall.

Drei Möglichkeiten, die Hochzeits-Überraschung vorzubereiten

So stören Sie die standesamtliche bzw. kirchliche Zeremonie nicht!

 

So geht Brautpaar überraschen!

1. Die "Überrascher" verlassen das Trauzimmer oder in der Kirche erst nach Beendigung der Zeremonie.

Sie bitten die Standesbeamten, die Geistlichen oder andere Gäste, das Hochzeitspaar nach Ende der Trauzeremonie noch einige Minuten im Trauzimmer oder in der Kirche aufzuhalten. Dann können auch Sie bis zum Ende der Zeremonie bleiben und haben doch noch etwas Zeit, danach Ihre Überraschung draußen vorzubereiten.

 

2. Die "Überrascher" bleiben vor dem Trauzimmer oder vor der Kirche und nehmen nicht an der Zeremonie teil.

Die Überraschung am Ausgang des Standesamtes oder der Kirche wird von Personen durchgeführt, die nicht an der Trauung bzw. Brautmesse teilnehmen. Diese Gruppe hat dann Zeit in aller Ruhe die Materialien für das "Brautaufhalten" oder die Wegsperre oder das Fliegenlassen der Tauben bzw. Luftballons vorzubereiten.

 

3. Die "Überrascher" lassen sich von den Standesbeamten oder den Geistlichen ein Zeichen geben, wenn sie das Trauzimmer oder den Kirchsaal verlassen können.

(Dies ist die beste Möglichkeit.) Berichten Sie dem Standesbeamten / der Standesbeamtin oder dem Pfarrer / der Pfarrerin von Ihrem Vorhaben. Sprechen Sie mit diesen Personen ab, wann Sie den Saal bzw. die Kirche störungsfrei verlassen können, um draußen Ihr Hochzeitsspiel bzw. Ihre Hochzeitsüberraschung durchzuführen.

Der Standesbeamte bzw. Pastor oder Pastorin können Ihnen dann ein Zeichen geben. In der Kirche wird der Pfarrer Sie wohl nach dem Schlusssegen entlassen. Alle anderen Gäste werden noch das musikalische Nachspiel anhören (bzw. die Nachbemerkungen des Geistlichen), bevor das aus der Kirche auszuziehen.