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Die Braut durch die Tür und über die Schwelle tragen

Der alte Brauch als modernes Hochzeitsspiel und als Wegsperre

Bräutigam trägt Braut - Cartoon

Die Braut über die Schwelle ins neue Heim tragen - das ist eine uralte Hochzeitstradition. War dieser Brauch früher von Aberglaube begleitet, so ist er heutzutage eine Symbolhandlung, mit der der Bräutigam zeigt, dass seine Angetraute bei ihm geborgen ist. Aus dieser Hochzeitstradition lässt sich ein Hochzeitsspiel gestalten und eine Wegsperre, die vom Brautpaar überwunden werden muss.

Variante 1: Eine Schwelle wird ausgelegt

Variante 2: Eine echte Tür steht im Weg

Variante 3: Eine gespielte Tür wird geöffnet

Ursprüngliche und heutige Bedeutung

Über die Türschwelle ins Eheleben!

Variante 1: "Über die Schwelle tragen"

Holzbalken mit Namen des Hochzeitspaares

Das Bettlakenherz ist eine beliebte Hochzeitsüberraschung. Doch dass der Bräutigam seine Liebste durch das Herz trägt, ist oft eine Überforderung, denn der Durchgang (Herz im Laken) ist eher klein. Aber über eine Schwelle kann die Braut getragen werden. Das kann man vom "frischgebackenen" Ehemann gut erwarten. Weil weder die Tür des Standesamtes noch die Pforte der Kirche eine Schwelle haben, legen wir eine Schwelle als Hindernis hin.

 

So geht es:

Dem Brautpaar wird ein Holzbalken in den Weg gelegt. Schön und passend ist es, wenn dieser Balken als Schwelle an der Tür liegt - aber er kann auch mitten auf dem weiteren Weg liegen. Beim Verlassen der Kirche, des Standesamts oder des Trausaals müssen Braut und Bräutigam über diese Schwelle ins Eheleben treten. Das ist der Augenblick, an dem der Spielleiter auftritt.

"Halt! Auf eurem zukünftigen Weg wird es auch Hürden geben, die Ihr gemeinsam überwinden müsst. Ein alter Spruch hilft euch dabei. Er lautet: Trage die Braut über die Schwelle und ganz schnelle werden Fruchtbarkeit, Glück und Segen euch begleiten auf allen Wegen und zu allen Zeiten. - Und an den alten Spruch anfügen möchte ich: Wir werden unsere Handys zücken, denn Ihr werdet und jetzt mit einem starken Fotomotiv beglücken! Bitteschön, da ist die Schwelle."

 

Variante 2: Öffnet erst die Tür ins Glück!

Türrahmen mit geöffneter Tür

Wenn Handwerker im Freundeskreis sind, dann schaffen die es sicherlich, vor dem Standesamt oder auf dem Kirchhof eine echte Tür mit Türrahmen und Türschwelle aufzustellen. Auf diese Tür trifft das Brautpaar.

"Durch diese Tür führt euer Weg. Doch ein solcher Weg gelingt nur, wenn man wirklich weiß, was den Menschen bewegt, mit dem man gemeinsam in die Zukunft gehen möchte. Zeigt jetzt, wie gut ihr euch kennt, dann erst öffnet sich die Tür. Drei Fragen muss jeder von euch richtig beantworten. So frage ich dich, Sarah, was ist Bennys Lieblingsfarbe? / Was schaut Benny am liebsten im Fernsehen? / Was isst Benn am liebsten vom Grill? ..."

Der Braut werden mehr Fragen über den Bräutigam gestellt. Sobald sie drei Fragen richtig beantwortet hat, wendet sich der Spielleiter an den Bräutigam

"Sie kennt dich gut, nun zeige auch du, dass du zu ihr gehörst, damit die Tür sich öffnen kann. Hier sind die Fragen: Wohin würde Sarah am liebsten in Urlaub fahren? / Was würde Sarah kaufen, wenn sie den Jackpot im Lotto gewönne? / Welche Musik hört Ben am liebsten? ..."

Dem Bräutigam werden so viele Fragen über die Braut gestellt, bis er drei Fragen richtig beantwortet hat.

"Glückwunsch, der Weg in eine glückliche Zukunft ist für euch frei. Seht, die Tür öffnet sich."

Die Tür wird geöffnet.

"Aber hoppla, da ist ja noch die Schwelle. Sie zeigt, dass immer wieder mal Hindernisse auf dem Weg liegen werden. Und du, Benny, kann nun zeigen, dass du Sarah über alle Hindernisse tragen wirst."

Der Bräutigam trägt nun seine Liebste über die Schwelle ins Glück.

In einem extra Kapitel finden Sie eine Sammlung von Fragen für Hochzeitsspiele und Überraschungen; und beachten Sie dazu auch unsere Seiten mit spielerischen Eheeignungstests. Statt Fragen zu beantworten kann als Aufgabe auch gestellt werden, dass die Beiden sich gegenseitig Liebeserklärungen machen müssen. Siehe dazu den nächsten Abschnitt.

 

3. Variante - Der Schlüssel zu euren Herzen

Liebesherz mit zwei Schlüsseln

Eine echte, funktionsfähige Tür aufzubauen ist nur etwas für "Spezialisten". Man kann es sich einfacher machen. Entweder: Aus Pappe werden zwei Türhälften ausgeschnitten. Zwei Personen halten die Hälften aneinander und versperren damit den Weg. Oder: Eine Kette von einigen eng aneinander stehenden Personen versperrt den Weg.

Vor der Sperre steht eine Person, die ein Herz mit zwei Schlüsseln in Händen hat.

"Das Aufhalten des Brautpaares ist eine alte Tradition. Auch dieses Brautpaar kommt daran nicht vorbei. Der Weg ist verschlossen. Man braucht einen Schlüssel. Aber Benny kann den Schlüssel zum Herzen von Sarah gewinnen und Sarah den Schlüssel zum Herzen von Benny. Dann öffnet sich die Sperre. Liebeserklärungen öffnen das Herz."

"Also, Sarah, sag dem Benny drei liebe Dinge, dann hast du den Schlüssel."

Der Spielleiter kann etwas mithelfen, indem der Sarah bittet, den Satz zu vervollständigen: "Ich liebe Benny, weil ..." und dies dreimal.

"Glückwunsch, Sarah, du hast schon den Schlüssel zu Bennys Herzen. Benny, nun sag der Sarah dreimal etwas Liebes."

Auch der Bräutigam spricht drei Liebeserklärungen - auch ihm kann dabei geholfen werden, indem er den Satz ergänzen soll: "Ich liebe Sarah, weil ..." Dann bekommt er den Schlüssel. Beide erhalten als Symbol und zur Erinnerung das dazugehörige Schloss (am schönsten in Herzform). Die Sperre öffnet sich.

"Doch zur Überraschung liegt hier noch eine Türschwelle, über die die Braut getragen werden muss. Denn nur so könnt Ihr sicher sein, dass nicht auch böse Geister mit euch durch die Tür geschlüpft sind."

 

Die symbolische Bedeutung des Schwellenrituals bzw. Türrituals

Die ursprüngliche Bedeutung ist, wie bei fast allen Hochzeitsbräuchen: Die "hilflose Jungfrau" soll vor dem Zugriff böser Geister geschützt werden. Die Angst vor bösen Geistern war bis ins Mittelalter allgegenwärtig und bestimmte den Alltag und die Feste der Menschen. Man stellte sich vor, wenn die Braut selbst über die Schwelle tritt, wissen die Geister, dass ein schwaches Geschlecht im Haus ist, dem sie Böses antun können. Betritt die frisch gebackene Braut das Haus aber nicht, sondern wird getragen, so sind die Geister ausgetrickst. Am nächsten Tag darf sie gern selbst über die Schwellt treten, denn dann ist sie ja keine Jungfrau mehr und die "bösen geilen Geister" haben ihr Interesse verloren.

 

Bildnachweis: Herz mit Schlüsseln / Bearbeitung: hochzeitsfluesterer.de

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