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Der Brautstrauß

Manche Accessoires kann man weglassen. Doch der Brautstrauß gehört unbedingt zur Hochzeit. Die Braut kann wahrscheinlich eher ohne Schuhe gehen als ohne Blumen.

Brautstrauß - früher und heute
Möglichen Formen des Brautstraußes
So trägt Braut den Blumenstrauß
Nützliche Tipps zum Brautstrauß

Der Brautstrauß in der Geschichte

Die Tradition rund um den Brautstrauss

BrautstraussFrüher (bis in die Neuzeit herein) war die Form und die Farbe des Brautstraußes selbstverständlich. Folgendermaßen musste ein richtiger Brautstrauß aussehen:

Üppig musste dieser Blumenstrauß sein und sehr bunt dazu. So nur drückte er aus, was man für das gemeinsame Leben erwartet: Fülle, Vielfältigkeit, Glück und Reichtum.

 

Myrte oder Rosmarin durften nicht fehlen!

Über Jahrhunderte war Rosmarin die typische Hochzeitspflanze, dann wieder die immergrüne Myrte, die sogenannte Brautmyrte.

Myrte war und ist das Sinnbild für die Liebesgöttin Venus, Myrte ist also ein Zeichen der Liebe. Blickt man zurück in die Geschichte, so sieht man, dass diese beiden Pflanzen sich in der Beliebtheit als "Brautstraußpflanze" immer wieder abwechselten.

Die rote Farbe musste dabei sein!

Etwas Rotes gehörte unbedingt auch dazu; diese Farbe war Zeichen der Geborgenheit und verschreckte die bösen Geister.

Rote Röschen standen da natürlich an erster Stelle; doch im Frühjahr auch Pfingstrosen und im Spätherbst Sträucher mit roten Beeren oder Hagebutten.

 

Heutzutage achtet man auf die "Gesamtkomposition"

Heutzutage achtet man in erster Linie darauf, dass der Hochzeitsstrauß sich in Form und Farbe der "Gesamtkomposition" der Hochzeitsfeier anpasst.

Das Brautgesteck soll in Einklang stehen mit dem Brautkleid und den anderen Accessoires. Doch die Symbolik ist beim Brautstrauß immer noch bedeutsam. Überlegen Sie daher auch, was Sie mit der Form und den Farben etwas aussagen möchten.

 

Überraschung

Die Braut wird mit dem Brautstrauß überrascht

Traditionell ist es die Aufgabe des Mannes, den Blumenstrauß zu besorgen, am Hochzeitstag mitzubringen und ihn der Braut zu überreichen. Diese Regel hielt man früher strikt ein.

Doch da der Brautstrauß mittlerweile in Form und Farbe zum Brautkleid passen soll, ist schwieriger geworden, sich an diese Tradition zu halten. Denn andererseits ist es Tradition, dass die Braut den Bräutigam mit ihrem Brautkleid überrascht. Da hat der Bräutigam es schwer haben, einen Hochzeitsstrauß auszuwählen, der zum "Outfit" seiner Zukünftigen passt.

Also: Entweder lässt man den Blumenstrauß für die Braut wirklich eine Überraschung sein und riskiert, dass er von Farbe und Form nicht 100% zum Dress der Frau passt oder eine Vertraute der Braut (Brautjungfer bzw. Trauzeugin) gibt dem ratlosen Bräutigam einen Tipp oder die Braut beteiligt sich doch bei der Auswahl des Straußes.

Die unterschiedlichen Formen des Brautstraußes

Form und Farbe geben dem Brautstrauß seine Aussagekraft

 

Biedermeierstrauß

Klassisch und zeitlos ist der rund gebundene, üppige, bunte Biedermeierstrauß. Diese Form des Brautstraußes drückt aus: Unser Leben soll prall und vielfältig und bunt und gleichzeitig bodenständig sein. Optisch ist darauf zu achten, dass ein solches Brautbukett in Bezug auf die Braut und das Brautkleid nicht zu mächtig wirkt.

Desto größer und kräftiger die Braut,
desto pompöser das Kleid,
desto rauschender das Fest,
desto mächtiger darf der Brautstrauß sein!

 

Zepter

Schmal und hoch kann der Blumenstrauß der Braut sein; so dass man ihn kaum noch "Strauss" nennen kann, weil er mit seinen wenigen oder eng zusammengebundenen Blüten auf langen Stängeln eher wie ein Zepter aussieht.

Herrschaftlich wirkt dieses Brautgesteck.

Es zeigt, dass man das Leben in die Hand nimmt, Maßstäbe setzt, klar und geordnet lebt.

Vielleicht eignet sich das Zepter eher für die schlanke, große Braut, die zudem an der Seite des Mannes ihr Selbstbewusstsein und ihre Eigenständigkeit zeigt.

 

Wasserfall

Eigentlich erwartet man von Blumen, dass sie aufrecht stehen. Doch auch nach unten können sie gebunden sein, ohne Müdigkeit auszudrücken. Sind die Blüten dabei eingebunden in reichlich wallendes, bewegtes Grün, so sehen sie aus wie die schäumenden Spritzer auf einem Wasserfall.

Diese Form des Hochzeitsstraußes kann zeigen: Ja, wir lassen es kommen; so lebhaft und spritzig und überraschend und erfrischend soll unser Leben sein. Lebhaftigkeit, Spritzigkeit, ungezügelte Lebensfreude wird gezeigt.

Wie das hochstehende Zepter, so ist wohl auch der weit herabfallende Wasserfall bezüglich der Form eher für das "hochgewachsene" Paar geeignet.

 

Tropfenstrauß

Ebenso hängend gebunden wie der Wasserfall ist der Tropenstrauß. Doch er ist geordneter, nicht so spritzig und mit klaren Konturen.

Auch dieses Brautbouquet drückt aus (im Unterschied zum Zepter), dass man nicht alle Ereignisse des Lebens fest in der Hand hat, dass man auch loslassen lassen kann und aus vielen Teilen (Tropfen) des Lebens eine Einheit entsteht (ein See, ein Fluss). So zeigt diese Form, dass man sich fallen lassen kann, dass man Vertrauen hat.

Im Vergleich zum Wasserfall ist es wohl eher eine Form für die etwas ruhigere, besonnene Braut, Form und Eleganz betonend.

 

Armstrauß

Will man keinen reichlich gebundenen Brautstrauß in der Hand tragen, so gibt es eine Alternative zum klassischen Brautstrauß.

Dann entscheidet man sich für einige wenige, langstielige, zum schlanken Strauß gebundene Blumen.

Man kann sie so in der Hand zu halten, dass sie locker auf dem Unterarm liegen. Diese Art den Strauss zu halten wirkt etwas lässig, nicht so "brav und traditionell".

Der Blumenstrauß tritt so eher in den Hintergrund; er ist völlig Accessoire, fügt sich dem Arm und der Figur an.

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Blick ins Traubuch

Wie trägt die Braut den Brautstrauß - In welcher Hand?

Brautpaar Hand in Hand

Der Brautstrauß wird rechts getragen, denn der Bräutigam geht links

Pfeil So hat es Tradition! Die Braut trägt den Strauß in der rechten Hand. Mit der linken hakt sie sich beim Partner bzw. beim Brautführer ein. So ist es seit jeher, denn der Mann hatte an seiner linken Seite das Schwert bzw. den Säbel hängen. Den musste er mit der rechten Hand schnell greifen können, wenn jemand ihm die Braut entführen wollte (was nicht selten vorkam). Seine linke Seite musste also frei sein. Würde an dieser Seite die Braut gehen, hätte er sie beim Ziehen des Säbels verletzt. Nur im Wilden Westen durften (mussten) Frauen links vom Mann gehen. Der Platz an der rechten Seite war dem Colt vorbehalten.

Bei Linkshändern war es umgekehrt; dann dann hatte der Bräutigam rechts den Säbel bzw. links den Colt und die Braut ging der anderen Seite.

 

Manchmal muss die Braut den Strauß aus der Hand geben

Die Trauzeugin, die Brautjungfer oder eine Freundin ist stets in der Nähe der Braut, um für sie den Blumenstrauß zu halten, falls die Situation es erfordert. Das ist z. B. der Fall, während die Braut zum Eröffnungstanz auf der Tanzfläche ist. Dann steht jemand am Rand mit dem Brautbukett in der Hand.

Nützliche Tipps zum Thema Brautstrauß

Der Ersatzstrauß

Brautstrauß geworfen Brautstraußwerfen mit dem "Zweitstrauß"

Der Brautstrauß leidet im Laufe des Hochzeitstages sehr. Er wird immer wieder mal abgelegt, um schließlich beim beim Brautstraußwerfen ganz zu "verschwinden".

Hat man nur einen Strauß, dann kann man es vergessen, diesen aufzubewahren, um ihn zu trocknen oder in einer anderen Weise zu konservieren. Sollen Ihre Blumen die Turbulenzen des Hochzeitstages unbeschadet überstehen, so kommen Sie um einen zweiten Hochzeitsstrauß nicht umhin. Dieser "Zweitstrauß" kann eine kleine (preiswerte) Kopie Ihres Brautstraußes sein.

Diese "Brautstraußkopie" liegt im Hintergrund stets für den Einsatz bei Aktionen bereit; was noch den Vorteil hat, dass sich Ihr "richtiger" Hochzeits-Blumenstrauß zwischendurch in einer Vase erholen darf, während sein "kleiner Bruder" zum Einsatz kommt.

Blumen der Saison sind immer passend

Berücksichtigen Sie bei der Zusammenstellung des Brautstraußes insbesondere Blumen der Saison.

Im Spätsommer können es sogar Sonnenblumen und goldgelbe Ähren sein. In den Frühling gehören Frühlingsblumen (keine dunklen Rosen - die lieber im Winter). Hagebutten und Beeren passen in den Herbst. Symbolischen Charakter haben: Rosmarin, das Symbol der Erinnerung und Myrte, das Zeichen der Liebe.

Vorsicht - Staubgefäße

Schneiden Sie die Staubgefäße der Blüten ab. So beschmutzt der Blütenstaub weder das Brautkleid noch die Kleidung anderer Beteiligter.

Blumenschmuck passend zum Brautstrauß

Ein "runder" Gesamteindruck entsteht, wenn auch der Bräutigam einen kleinen Blumenschmuck an der Kleidung trägt, der dem Hochzeitsstrauß entspricht.

"Minibrautsträuße" für Trauzeugen und Brautjungfern

Trauzeugen, Brautjungfern und Kinder können mit einem entsprechenden Minigesteck ausgestattet werden.