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Trauringe - Geschichte, Bedeutung & Brauch

Der Ring als uraltes Symbol
Der Ring als Zeichen der Liebe!
Was sagt man beim Ringwechsel!
Material und Farbe passender Trauringe
Wann werden die Ringe angesteckt?

Der Ring als Symbol

Bevor Menschen Sprache hatten, verständigten Sie sich mit Zeichen.

Hochzeitsring mit Diamant

Es gibt Zeichen, die jeder Mensch von Natur aus versteht, und die seit ewigen Zeiten bestehen. Statt "Zeichen" kann man auch "Symbol" sagen. Solche "Ursymbole" bzw. "Urzeichen" der Menschheit sind insbesondere das Kreuz und der Kreis bzw. der Ring. Das Kreuz als Symbol bedeutet z.B.: "Alles umfassend - von oben nach unten und von links nach rechts, von Nord nach Süd und von West nach Ost".

Der Ring bedeutet:

Es ist heil! Es ist gut! Es ist ohne Ende! Es währt für immer!

Das Wort Symbol kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet: "zusammengesetzt".

"Zusammengesetzt" ist jedes Symbol, weil es aus zwei Teilen besteht: Der eine Teil ist der bloße Gegenstand, der zweite Teil ist die Bedeutung.

Gibt man einem Gegenstand eine tiefe Bedeutung (was oftmals im Rahmen einer feierlichen Zeremonie geschieht), so ist ein Symbol entstanden. Jeder Gegenstand kann also zum Zeichen (Symbol) werden, wenn man ihn mit einer tiefen Bedeutung verbindet. Der Ring selbst ist einfach ein Gegenstand (eigentlich ohne tiefe Bedeutung). Durch die standesamtliche bzw. kirchliche oder freie Trauzeremonie wird der Ring zum Trauring, also zum persönlichen Zeichen (Symbol) Ihrer tiefen Liebe.

Wie der Ring zum Zeichen der Liebe wurde!

Die uralte Geschichte des Trauringes als ewigen Zeichen der Liebe

Herzen ineinander verschlungen Im alten Griechenland, so sagt eine Legende, geschah dies vor langer Zeit:

Ein Mädchen und ein Junge liebten sich seit Kindestagen. Sie träumten davon ein Ehepaar zu werden. Noch noch bevor Sie den "Bund fürs Leben" eingehen konnten, musste der junge Mann auf eine weite Reise gehen. Über das Meer musste er mit dem Schiff nach Italien, eine gefährliche Reise damals. Er würde nicht so schnell wieder zurück kommen.

Unter Tränen zerbrach die junge Frau den großen Ring, den sie als Schmuck an einem Band um den Hals trug. Eine Hälfte gab sie dem Liebsten mit, die andere behielt sie. Am Ziel angekommen, sandte der Reisende seine Hälfte des Ringes zurück in die Heimat. Die zurückgebliebene Geliebte setzte die beiden Teile wieder zusammen und hatte nun die Gewissheit: Es geht ihm gut; auch wenn ich ihn nicht sehen kann, so ist er in Gedanken bei mir und ich bin bei ihm. Wir sind "zwei" und doch "eins". So rund, heil, unzerbrechlich und endlos wie der Ring ist unsere Liebe.

Auf diese Weise wurde ein einfacher Ring zum Symbol für Liebende - Zeichen für ewige, heile, ungebrochene, unzerstörbare Liebe.

Die Bedeutung des Eherings - früher und heutzutage

Der Ring als ein Zeichen der männlichen Macht

Als Siegelring war der Ring lange Zeit auch Zeichen für die Macht und den Besitz des Mannes. Indem der Mann der Frau einen Ring ansteckte drückte er sein Vertrauen aus. Die symbolische Handlung des "Ring auf den Finger stecken" verdeutlichte dies:

"Meinen Siegelring, den ich bisher nie aus der Hand gab, gebe ich nun auch dir. Ich vertraue dir damit alles an, denn ich vertraue dir ungebrochen. Ich teile alles, was ich habe mit dir, denn aus zwei wird nun eins."

Daher war es im Mittelalter Sitte, dass nur der Mann einseitig der Frau den Ring an die Hand steckte. (Die Frau hatte keinen Ring für den Mann.) Der Ehering als Symbol hat also auch diese Traditionen. Bei royalen Trauungen in den englischen Adelshäusern und Königshäusern ist es noch heute Brauch, dass nur der Bräutigam der Braut den Ring ansteckt. Die Braut hat keinen Ring zu vergeben.

 

Die Bedeutung des Ringes bei der standesamtlichen Trauung

Trauringe mit Herzen blinkend

Heutzutage hat der Trauring nicht mehr die mittelalterliche Bedeutung. Unter der Überschrift Wie der Ring zum Zeichen für reine Liebe wurde, habe ich weiter oben auf dieser Seite die alte Legende aus Griechenland erzählt. Sie zeigt, wie der Ring seine Bedeutung für liebende Paare bekam und so zum "Hochzeitsring" wurde. Diese Bedeutung hat der Trauring heute wieder zurück erlangt.

Schenkt man sich einen Ring oder steckt man sich die Ringe an die Hand, so sagt dies aus:

"So rund, heil und ungebrochen wie dieser Ring ist unser Bund der Liebe.
Ich bin bei dir, auch wenn ich mal weiter weg bin."

 

Was sagt es aus, wenn man in der Kirche die Ringe ansteckt?

Verlegt man das Anstecken der Ringe vor den Altar, so drückt man zusätzlich aus:

"Im Bund unserer Liebe hat auch Gott seinen Platz. Er ist bei uns Beiden, er verbindet uns - auch wenn er weit weg scheint - der Ring ist auch Zeichen für Gottes Nähe!"

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Blick ins Traubuch

Anstecken der TrauringeWas sagt man beim Anstecken der Trauringe?

Das Anstecken der Trauringe kann wortlos geschehen - Man muss dazu nichts sagen!

Sie können sich die Ringe anstecken, ohne etwas dazu zu sagen. Denn der Ringtausch ist eine symbolische Handlung, die durchaus für sich selbst spricht. Jeder versteht die Bedeutung der Handlung ohne zusätzliche Worte.

Wenn Sie zum Ringtausch etwas sagen

Gern dürfen Sie einen Satz dazu sprechen, der die Bedeutung dieser zeichenhaften Handlung erklärt. Mehr als einen Satz sollten Sie an dieser Stelle allerdings nicht sagen. Die symbolische Handlung wird sonst in den Hintergrund gedrückt.

Ihr Begleitsatz zum Anstecken des Ringes sollte frei gesprochen werden - so sehr ich sonst betone, dass man Texte durchaus ablesen darf. Denn auf die Handlung und auf den Ring soll sich alle Aufmerksamkeit konzentrieren - nicht etwa auf ein Blatt, von dem Sie etwas ablesen!

Sprechen Sie Ihre Worte nicht direkt während Sie den Ring an die Hand stecken. Wenn sie das tun, vermischen sich die optischen und sprachlichen Informationen.

Während Sie das "Ring-Versprechen" sagen, schauen Sie Ihren Partner bzw. Ihre Partnerin an! Dann erst stecken Sie ihm bzw. ihr still den Ring an den Finger.

 

Dies ist der traditionelle Satz zum Ringtausch:

Nimm diesen Ring als Zeichen meiner Treue und Liebe und Treue!

Doch Sie dürfen gern eine andere Formulierung benutzen. Sie können an dieser Stelle Ihrem Partner / Ihrer Partnerin z.B. versprechen:

"Ob ich nah bin oder fern, dieser Ring möge dich jederzeit und überall daran erinnern, dass ich in Liebe und Treue bei dir bin."

oder sie sagen dieses Versprechen zur Ringübergabe:

"So rund, so heil, und so endlos wie dieser Ring wird meine Liebe zu dir stets sein; dazu helfe mir Gott."

Mehr Texte und Beispiele zum Ringtausch am Altar bzw. Trautisch gebe ich auf meiner Seite zur kirchlichen Trauung: www.hochzeit-trauung.de/Ringtausch_Trauung.htm

Form und Material schöner Trauringe

Bei der Auswahl der Ringe kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Egal ob die Ringe schlicht oder extravagant sind, sie müssen zum Paar passen und ihm gefallen. Trauringe werden aus verschiedenen Materialien gefertigt, die sich in Gewicht, Farbe und Preis erheblich unterscheiden können. Wenn das Budget eher klein ist, werden häufig Ringe aus Silber gewählt, die zeitlos schön sind. Allerdings ist Silber sehr weich, sodass es durch den täglichen Gebrauch zu Tragespuren und Verformungen kommen kann.

Für Allergiker sind Trauringe aus Platin besonders empfehlenswert, da dieses Material hypoallergen ist. Außerdem ist Platin besonders hart, sodass kein Abrieb entsteht. Palladium hat ähnliche Eigenschaften wie Platin und wird zunehmend beliebter als Material für Trauringe.

Die Farbe der Ringe wird meist passend zum natürlichen Teint der Braut gewählt; Gelbgold steht dunkleren Hauttypen besonders gut, Weißgold hingegen sieht zu blasser Haut sehr edel aus. Online bekommt man einen guten Überblick über das Angebot an Trauringen und sie können bequem von zu Hause aus bestellt werden. Mit einer Gravur werden die Trauringe zu etwas ganz Besonderem. Sie können ganz klassisch die Namen der Partner und das Hochzeitsdatum eingravieren lassen oder sich für eine persönliche Widmung entscheiden. Wichtig ist jedoch, dass Sie genügend Zeit für den Ringkauf einplanen.

Wann und wie werden die Ringe angesteckt?

Das Hochzeitspaar gibt die Ringe unmittelbar vor der standesamtlichen Trauzeremonie dem Standesbeamten. Oder es werden die Trauzeugen beauftragt, die Ringe mitzubringen.

Während der Trauzeremonie reicht der Standesbeamte bzw. die Standesbeamtin die Ringe auf einem Tablett oder Ringkissen dem Paar. Braut und Bräutigam werden zum gegenseitigen Anstecken der Ringe aufgefordert. Der Ringtausch ist neben dem Jawort ein Höhepunkt der feierlichen Trauzeremonie in Standesamt und Kirche.

Im Standesamt ist ein Ringtablett vorhanden. Möchten Sie, dass Ihre Trauringe auf einem Ringkissen liegen, so müssen Sie für das Kissen wohl selbst sorgen. Sprechen Sie dies im Traugespräch an!

Klären Sie für sich, ob Trauzeugen oder "Engelchen" Ihnen die Ringe zum Anstecken reichen, und informieren Sie den Standesbeamten entsprechend (schon im Vorgespräch oder direkt zu Beginn der standesamtlichen Feier).

Das Anstecken der Ringe im Standesamt

Auf dem Standesamt werden die Ringe nach dem Ja-Wort gegenseitig angesteckt.

Trauringe auf Ringkissen

Der Standesbeamte bzw. die Standesbeamtin wird die beiden Hochzeiter dazu auffordern. Traditionell steckt zunächst der Ehemann seiner Braut den Ring an den Finger; die Braut tut dies danach. Doch diese Reihenfolge ist nicht festgeschrieben - gern darf auch die Braut beginnen.

Vor dem Ringwechsel können sich die Brautleute gegenseitig ein Treuegelübde bzw. eine Liebeserklärung zusprechen. Dann wird dieses Treueversprechen durch die Ringe besiegelt. Folgt noch die kirchliche Trauung, so sollte der Ringtext im Standesamt entfallen oder ganz kurz sein - dann hebt man sich den Text für die Kirche auf.

Das Anstecken der Ringe am Traualtar

In der Kirche ist der Ringwechsel ein Teil der feierlichen Trauzeremonie.

Hochzeitsringe mit Ringkissen

Das Paar wird vom Pfarrer bzw. der Pfarrerin zum Ringwechsel aufgefordert. Dies geschieht direkt nach dem "Ja-Wort" oder nach dem Trauversprechen.

Zum Ringwechsel können Braut und Bräutigam einen Text lesen, etwa eine Liebeserklärung . Dann wird dieses Treueversprechen durch die Ringe besiegelt. Es kann auch ein Ringtext (wie weiter oben beschrieben) gelesen werden.

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