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TRAURINGE / EHERINGE 4/5

⇒ 1 Bedeutung der Trauringe

⇒ 2 Bedeutung der Materialien

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Verlobungsringe

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Die wichtigsten Fragen rund um den Verlobungsring

Der typische Verlobungsring?

Material & Kosten von Verlobungsringen?

Verlobungsringe - Tradition?

Anstecken der Verlobungsringe?

Der typische Verlobungsring

Ein Ring ist an sich erst mal nur ein Ring ohne Bedeutung. Erst durch eine Handlung, die dem Ring die Bedeutung gibt, wird er zum Verlobungsring. Eine solche Handlung ist z. B. der Hochzeitsantrag bzw. das Anstecken des Rings an die Hand der geliebten Person. Eine solche Zeremonie macht den Ring zum Zeichen der Verbundenheit, der Liebe und des Eheversprechens. Auf diese Weise kann man also jeden Ring (wie immer er auch aussieht und wie preiswert oder wertvoll er auch ist) zum persönlichen Verlobungsring machen. Und doch gibt es Merkmale, die allgemein für Verlobungsringe typisch geworden sind.

Ein Solitär im Ringkästchen mit roten Herzen

Die Szene kennt man aus Holywoodfilmen: Ein Mann kniet nieder und fragt sein Gegenüber "Willst du mich heiraten?". In der Hand hält er zu diesem Heiratsantrag einen besonderen Ring, einen Solitärring. Das Wort Solitär kommt aus der französischen Sprache und bedeutet Einzelgänger bzw. einsam. In Bezug auf einen Ring bedeutet es, dass der Ring durch einen einzelnen Edelstein gekrönt ist. Zumeist ist dieser Solitär ein Brillant. Dieser Diamant ist nicht in den Ringkörper eingelassen, sondern hebt sich durch eine Krappenfassung (die Krappen sind wie kleine Krallen bzw. Stelzen) vom Ringkörper ab, sodass er von allen Seiten Licht bekommt. So kann er - auch aufgrund seines Brillantschliffs (57 Facetten) - faszinierend funkeln. Der Solitärring (kurz auch nur Solitär genannt) gilt weltweit als typischer Verlobungsring. Man nennt ihn auch "Antragsring", da er gern zum Hochzeitsantrag überreicht wird.

 

Edelmetall, Edelstein & Kosten von Verlobungsringen

Man könnte meinen, günstige Verlobungsringe seien ein Zeichen dafür, dass es dem Mann bzw. dem Paar nicht ernst ist. Doch die Größe der Liebe lässt sich nicht am Preis des Ringes messen. Es gibt Berichte von prominenten und sehr glücklichen Paaren, die ihren Verlobungsring für kleines Geld aus dem "Kaugummiautomaten" zogen bzw. auf dem Jahrmarkt kauften. Das ist das eine Extrem, das andere sind Ringe im Wert von zigtausenden Euro wie ihn Kate Middleton von Prinz William erhielt. Der übliche Verlobungsring liegt zwischen diesen Extremen und man freut sich, wenn man einen Ring entdeckt, der beeindruckend und doch preiswert ist. Der Preis eines Verlobungsrings hängt natürlich vom verarbeitetem Material sowie der Art und Größe des Edelsteins ab.

 

Was ist bei Material und Stil zu beachten?

Sehen wir mal von den oben erwähnten Ringen aus Kaugummiautomaten ab, so kann der Verlobungsring aus jedem Material bestehen, aus dem Juweliere Schmuck herstellen.

Verlobungsring mit Solitär in Gelbgold    Solitär als Verlobungsring in rotgold    Antragsring, Verlobungsring aus Weißgold

Antragsringe mit Solitär gibt es in verschiedenen Goldlegierungen (Gelbgold, Rotgold, Weißgold) und anderen Edelmetallen wie Silber, Palladium, Platin, Titan.

 

Die Farbe des Edelmetalls

Entscheidet man sich für einen goldenen Ring, so steht man vor der Frage: Soll es ein Gelbgold-, Rotgold- oder Weißgoldring sein. Beim Gelbgold ist Silber und etwas Kupfer dem Feingold beigemischt; beim Rotgold ist der Kupferanteil höher; das Weißgold entsteht durch Legierung des Feingolds mit mit Silber- und Palladium. Die Farbe des goldenen Rings ist für den Preis nicht entscheidend; die ist in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks. Grob gilt die Regel: Gelbgold passt gut zu dunkler Haut; Roségold bzw. Rotgold passt sich verschiedenen Hauttypen an, wirken aber nicht auf rötlichem Teint. Weißgold wirkt besonders auf hellem Teint; das gilt auch für die anderen hellen Edelmetalle wie z. B. Silber, Platin, Titan. Doch das ist nur ein grober Anhaltspunkt; jede Frau wird selbst wissen, zu welchem Farbton sie bei Schmuck neigt. Allerdings ist unbestritten, dass ein Brillant auf einem hellen Untergrund wie Weißgold seine Faszination in besonderer Weise entfaltet.

 

Der Preis des Edelmetalls

Reines Feingold ist für die Schmuckherstellung zu weich. Goldene Verlobungsringe (wie auch anderer Goldschmuck) sind daher nie aus reinem Feingold, sondern immer mit anderen Metallen legiert. Der Anteil des Feingoldgehalts ist beim Preis eines goldenen Schmuckstücks von Bedeutung. Kostet z. B. ein 375er Goldring mit Zirkoniastein 180,-- Euro, so muss man für denselben Ring in 750er Gold schon 360,-- Euro bezahlen. Lässt man den Stein außer Acht, so kann man sagen, dass der doppelte Feingoldgehalt auch doppelten Preis bedeutet.

Der Stempel im Ring (die Punze) gibt den Anteil des Feingoldes an. Die Zahl 585 bedeutet, dass von 1000 Anteilen 585 Anteile Feingold sind; der Rest bis Tausend sind andere Metalle. Verbreitet sind 375er, 585er und 750er Gold. Ja, es gibt auch noch das 333er Gold, doch in zunehmend mehr Ländern darf es aufgrund seines geringen Goldgehalts nicht mehr als Gold, sondern nur "goldhaltiges Metall" bezeichnet werden.

Weit preiswerter als Gold ist Silber. Zahlt man für den goldenen Ring (375er Gold) mit Zirkoniastein 180,-- Euro, so erhält man einen vergleichbaren Silberring (925er Sterling Silber) für ca. 60,-- Euro. Der Preis ist sicherlich ein Argument, doch nicht das einzige; viele Frauen lieben Silber und der Antragsring (Verlobungsring) soll zu den anderen Schmuckstücken der Angebeteten passen. Silber hat nicht die Festigkeit von Weißgold, Platin oder gar Titan; aber der Verlobungsring ist ja auch nicht für die Ewigkeit bestimmt - meist wird er vom Ehering abgelöst. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch der silberne Verlobungsring eine gute Wahl.

Ringe aus Platin sind weit teurer als die aus Silber und auch teurer als goldene Ringe. Der Preis erhöht sich noch, da man auf einem solch teuren Untergrund eher einen echten Brillanten statt eines Zirkonia-Steins trägt. Das sind dann eher für die Ewigkeit bestimmte Ringe, also Eheringe, auf die wir an anderer Stelle ausführlich eingehen.

 

Das ist beim Edelstein zu beachten!

Antragsring in Rotgold mit geschwungener FormWir beschreiben hier den typischen Verlobungsring, der einer zukünftigen Braut beim Hochzeitsantrag überreicht wird. Welche Form ein solcher Antragsring auch hat, er trägt jedenfalls einen Edelstein, in der Regel einen echten oder synthetischen Diamanten, dem Zirkoniastein. Der Diamant ist ein in der Erde gewachsenes Kristall aus reinem Kohlenstoff, während der Zirkonia ein im Labor gezüchtetes Kristall ist.

 

Der Zirkonia

Der Zirkonia ähnelt dem Diamanten sehr; er ist auch besonders hart und hell und daher der beste Ersatz für den echten Diamanten. Die unterschiedlichen Farben, die der Diamant haben kann, lassen sich gut nachbilden, sodass der Fachmann nur am schwächeren weniger feurigem Glanz erkennt, dass es kein echter Diamant ist. Der Preis ist äußerst gering, sodass er beim Gesamtpreis des Ringes nicht ins Gewischt fällt. So kann man sich einen so großen Zirkonia leisten, den man als echten Diamanten nicht bezahlen könnte.

 

Der Diamant

Großer Diamant gefasst in sechs Krappen (Krallen)Für den Preis des Rings ist der Stein ein entscheidender Faktor. Da wir den Zirkonia preislich außer Acht lassen können, schauen wir uns die Verlobungsringe mit echtem Diamant an.

Nehmen wir wieder unseren Beispielring: Kostet der 375er Goldring mit Zirkoniastein 180,-- Euro, so muss man für denselben Ring mit 0,1ct Diamant mehr als das Doppelte und mit 0,3ct Diamant etwa das Fünffache also um 1000,-- Euro bezahlen.

Das Gewicht und damit die Größe der Diamanten wird in Karat gemessen und mit ct. angegeben. 0,11ct haben einem Durchmesser 3,0 mm; 0,20ct sind 3,8 mm und 0,30ct entsprechen 4,3 mm. 0,10ct (eher 0,20ct) sollte ein Antragsring mindestens haben, sonst sollte man lieber einen Zirkonia wählen.

Der Preis der Diamanten hängt sehr von der Qualität ab. Beim 1-karätigen-Diamant (1,0ct) kann der Preis zwischen 4.000,-- und 16.000 Euro liegen. Die Qualität zu bestimmen ist allerdings eine Wissenschaft für sich: Merkmale wie Form, Reinheit, Schliff, Politur, Tiefe, Fluoreszenz wirken miteinander und bestimmen die Qualität und den Preis. Unser Beispielring hat und die meisten im Handel angebotenen Ringe einen Diamanten haben einen Diamanten mittlerer Qualität. Sie sind also nicht lupenrein und haben kleine Einschüsse.

Kurzer Blick in die Geschichte der Verlobungsringe

Bis in die Neuzeit hinein hatten weder Verlobung noch Eheschließung etwas mit Liebe zu tun. Bis vor ca. 200 Jahren waren Liebesheiraten unbekannt, man ging aus rein wirtschaftlichen Gründen die Ehe ein. Für die Liebe waren Liebhaber, Geliebte und Mätressen zuständig. Als Mitte des 18. Jahrhunderts der französische Schriftsteller und Philosoph Jean-Jacques Rousseau anregte, man solle aus Liebe heiraten, wurde er noch als romantischer Spinner abgetan. Romantische Geschichten wie "Wie der Ring zum Zeichen der Liebe wurde" sind erfunden; weder Verlobungsringe noch der Eheringe waren Symbole der Liebe, sondern Zeichen einer Abmachung. Der Verlobungsring an der Hand einer Frau zeigte an: "Ich bin schon vergeben; denn meine Familie hat mich meinem zukünftigen Ehemann versprochen." Die Verlobung fand oft lange vor der Hochzeit statt, etwa weil die Braut noch zu jung für die Hochzeit war (oft schon als kleines Mädchen wurden Frauen einem Mann versprochen) oder weil der Mann erst in den Krieg ziehen musste oder weil das Geld für eine Hochzeit noch nicht angespart war. Das Versprechen war allerdings auch für den zukünftigen Ehemann bindend. Entschied der sich, seine Verlobte doch nicht zu heiraten, bekam er zwar den Ring zurück, musste aber eine empfindliche Geldstrafe bezahlen.

Ab dem 19. Jahrhundert wurde die Verlobung zunehmend eine Sache der Liebe. Diese Liebe wurde bei Heiratsanträgen häufig durch einen Ring ausgedrückt, der mit einem Saphir besetzt war. Comic: Trauring mit großem Solitär mit Augen Der blaue Stein stand für Harmonie und Treue. Doch Verlobungsringe mit blauem Saphir sind nicht ganz aus der Mode: Kate Middelton erhielt von Prinz William einen solchen als Verlobungsring. Es ist der Ring, den schon Prinz Charles im Jahr 1981 seiner Diana zum Hochzeitsantrag schenkte.

Im Jahr 1886 entwarf der als "König der Diamanten" bekannte Juwelier Charles Tiffany einen besonderen Ring mit einem Diamant. Das Neue daran war, dass der Brillant wie auf kleinen Stelzen auf dem Ring stand und somit hervorgehoben wurde. Diese Form des Ringes setzte sich weltweit als Verlobungsring durch.

Anstecken des Verlobungsrings

Anstecken des Antragsrings

Wir sind hier  auf dieser Seite nur auf den typischen Verlobungsring eingegangen, den einzelnen Antragsring mit Solitär. Diesen Ring besorgt der zukünftige Bräutigam und präsentiert ihn beim Hochzeitsantrag seiner Geliebten. Beantwortet sie seinen Hochzeitsantrag "Willst du meine Frau werden?" mit "Ja", so steckt er ihr den Ring an den Finger. Das ist bei uns in Deutschland traditionell der Ringfinger der linken Hand.Möchte die zukünftige Braut diesen Ring nach der Hochzeit als Vorsteckring zum Ehering an der rechten Hand tragen, so sollte schon beim Kauf darauf geachtet werden, dass sich der Ring als Vorsteckring eignet - er sollte dann nicht geschwungen sein. In anderen Ländern herrschen durchaus andere Bräuche, so hat der Verlobungsring in vielen Ländern wie auch in den USA an der rechten Hand seinen traditionellen Platz.

 

Die Partnerringe

Seltener ist bei uns der Brauch geworden, dass jeder der Partner, die sich die Ehe versprechen, bis zur Hochzeit einen Ring trägt, der das Versprechen, die Ehe miteinander einzugehen, besiegelt. Diese Verlobungsringe nennt man mittlerweile auch Partnerringe, um sie vom Antragsring zu unterscheiden. Diese Verlobungsringe stecken die zukünftigen Eheleute bei der Verlobung gegenseitig an die Hand. Auch hier ist es bei uns Tradition, dass die Ringe am Ringfinger der linken Hand getragen werden - bis zur Trauung.

Partnerringe mit RoseDass beide Partner einen Verlobungsring tragen, ist auch eine Entwicklung, die in der Romantik (also erst Ende des 18. Jahrhunderts) ihren Anfang nahm. Vorher trug nur die Frau den Ring. Betrachtet man Hochzeiten von Prinzen und Prinzessinnen, so sieht man, dass sich diese einseitige Ringtradition bis heute gehalten hat: Diana bekam von Prinz Charles einen Ring an die Hand gesteckt, er nicht von ihr; so war es auch zwischen Prinz William und seiner Kate, so war es immer schon. Aber bei der Trauung von Prinz Harry war es anders. Wer die Zeremonie aufmerksam verfolgte, konnte sehen: Nicht nur Meghan Markle erhielt einen Ring von ihm; sondern sie steckte am Altar ihrem Harry auch einen Ring an die Hand - es war eine kleine "Ringtausch-Revolution".

Bildnachweis: Die vier Fotos von Solitärringen zeigen wir mit freundlicher Genehmigung Lipsia-Trauringe-Verlobungsringe

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