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Anschneiden der Hochzeitstorte

Wie anschneiden?

Wann ist der Tortenanschnitt?

Wie wird die Hochzeitstorte angeschnitten?

Das Messer zum Anschneiden liegt schon neben der Torte.

Das Messer, das neben der Torte liegt, ist es mit einer Schleife versehen. Hat man versäumt, ein Messer speziell für den Tortenanschnitt bereit zu legen, so nimmt Braut oder Bräutigam eines der Kuchenmesser. Das Messer zum Anschneiden der Hochzeitstorte wird dem Paar nicht angereicht; denn ein alter Aberglaube besagt: Ein Unglück wird die Person erfahren, die dem Paar das Messer gibt!

Man beginnt nicht oben zu schneiden!

Das erste Stück wird aus der untersten Ebene der Hochzeitstorte herausgeschnitten. (In manchen Gegenden ist es üblich, das erste Tortenstück aus der mittleren Ebene zu schneiden.) Man beginn jedenfalls nicht oben.

Bäcker Hochzeitstorte

So schneidet das Brautpaar das erste Stück heraus!

Für den Tortenanschnitt gibt es zwei unterschiedliche Traditionen:

Schneidet die Braut das erste Stück heraus, so füttert Sie nun damit ihren Liebsten damit.

Andererseits ist das Ritual verbreitet, dass Brautpaar beim Tortenanschnitt das Messer gemeinsam hält.

Braut und Bräutigam wünschen sich still etwas und schneiden zusammen ein Stück aus der Torte.

Man sagt, dass in der Ehe die Person die "Oberhand" haben wird, die beim Anschneiden das Messer führt, also die Hand oben hat. Entweder versucht man also das Messer gemeinsam so zu halten, dass keine "Oberhand" erkennbar ist, oder einer der Partner überlässt dem anderen bewusst großzügig die Führung.

Wer erhält das erste Tortenstück?

Mit dem ersten Stück füttern sich Braut und Bräutigam gegenseitig. Da werden Münder und Finger sicherlich von Sahne und Creme beschmiert, umso köstlicher sieht es aus. Das Brautpaar kann dann noch einige Stücke abschneiden, um sie Familienangehörigen und Trauzeugen zu reichen.

Bestimmen Sie jemanden für das Verteilen der Tortenstücke

Dann sollte eine dafür abgestellte Person weitermachen und Tortenstücke verteilen; denn die Gäste schneiden sich ihre Stücke nicht selbst ab.

 

Der Tortenanschnitt ist ein Höhepunkt

typische Hochzeitstorte

Der Anschnitt der Hochzeitstorte ist einer der Höhepunkte des Tages. Man sollte ihn hervorheben, jedenfalls nicht schnell vorbeirauschen lassen.

Der Tortenanschnitt sollte in feierlicher Form geschehen und so, dass alle Gäste dieses traditionelle Ritual beobachten und beklatschen können.

Wenn Sie ein Programm auslegen, so listen Sie auch den Punkte „Anschneiden der Hochzeitstorte“ mit auf. Der Tortenanschnitt wird so angekündigt, dass alle Gäste es hören. Das Paar wartet an der Torte, bis alle Gäste einen guten Platz zur Beobachtung des Rituals eingenommen haben.

Wann wird die Hochzeitstorte angeschnitten?

Hochzeitstorten gab es zu allen Zeiten in den unterschiedlichsten Regionen und Kulturen unseres Planeten. Das Anschneiden der Torte war und ist überall ein spezielles Ritual, doch es ist nicht an einen Zeitpunkt gebunden. Wann die Torte angeschnitten wird, entscheidet also das Paar.

 

Zwei kleine Regel für den Tortenanschnitt!

Erste Regel für den Tortenanschnitt:

Findet auch eine kirchliche Trauung statt, so sollte die Torte nicht vor dem kirchlichen Trausegen angeschnitten werden, also noch nicht im Standesamt oder beim Sektempfang am Morgen vor der kirchlichen Feier.

Zweite Regel:

Die Torte sollte angeschnitten werden, wenn die größtmögliche Zahl von Menschen anwesend ist.

Das ist nicht immer die abendliche Hochzeitsfeier. Wenn man zur Hochzeitsfeier nur einen begrenzten, kleinen Personenkreis eingeladen hat, stehen wahrscheinlich mehr Menschen vor dem Standesamt oder besuchen die Kirche. (Denn dazu braucht man keine Einladung; wer den Termin kennt, kann ohne eingeladen zu sein zum Standesamt oder in die Kirche kommen.) Dann ist es unfreundlich, die Torte bei der Hochzeitsfeier im kleinen exklusiven Kreis anzuschneiden. Zumal ein alter Aberglaube besagt: Das Glück wird umso größer sein, desto mehr Menschen beim Tortenanschnitt dabei sind.

 

Diese Möglichekeiten gibt es für den Zeitpunkt des Tortenanschnitts:

 

Hochzeitstorten-Anschnitt direkt nach der standesamtlichen Zeremonie

Sie können die Hochzeitstorte schon im Standesamt anschneiden.

Die früheste Möglichkeit für den Tortenanschnitt im Standesamt wäre schon im Trauzimmer - nach dem Ja-Wort, als Teil der standesamtlichen Trauzeremonie.

Die nächste Gelegenheit für den Tortenanschnitt ergibt sich im Anschluss an die standesamtliche Zeremonie im Vorraum oder einem Nebenraum zum Trauzimmer. Hier kann man dieses Ritual mit einem Sektempfang verbinden. Dieser Zeitpunkt hat den Vorteil, dass auch Personen diesen Moment erleben können, die nicht zu den anschließenden Feierlichkeiten eingeladen sind, aber gekommen sind, um hier am Standesamt zu gratulieren.

Die Torte schon im Standesamt anzuschneiden, bietet sich jedenfalls an, wenn nach der standesamtlichen Trauung keine weiteren Feierlichkeiten stattfinden.

Ein solches Vorhaben muss natürlich mit den Standesbeamten im Vorfeld besprochen werden. Ob und wie sich diese Form verwirklichen lässt, liegt an den örtlichen Gegebenheiten.

 

Hochzeitstorten-Anschnitt während des Sektempfangs

SektempfangFalls Sie im Anschluss an die standesamtliche Trauung in einem Lokal einen Empfang geben, so können Sie da die Torte anschneiden.

Dieses Ritual kann Mittelpunkt und Höhepunkt des Empfanges sein. Sehr passend ist es, wenn dazu das Paar oder einer der Gäste eine kleine Rede hält.

Folgt allerdings noch eine kirchliche Trauung, so sollten Sie das Anschneiden der Torte nicht vorwegnehmen.

 

Hochzeitstorten-Anschnitt während oder nach der kirchlichen Trauung

Die Gäste schmecken, wie süß Liebe ist!

Die symbolische Bedeutung der Hochzeitstorte ist, dass viele Menschen auch mit dem Geschmacksinn am Glück des Paares teilnehmen. Mit der Torte „kosten“ und schmecken die Gäste, wie süß die Liebe ist.

Daher liegt ein sehr passender Zeitpunkt für den Tortenanschnitt direkt nach der kirchlichen Trauung. Das Paar hat „Ja“ gesagt und den Trausegen erhalten – die Gäste können nun direkt über den Geschmacksinn erfahren, wie süß die Liebe ist und wie erfüllend der Segen. Zugleich ist dies die erste gemeinsame Handlung des Paares nach dem Trausegen – mal sehen, wie das klappt!

Tortenanschnitt als Teil der kirchlichen Zeremonie

Die früheste Möglichkeit für den Tortenanschnitt bietet sich in der Kirche direkt nach dem Trausegen an, also als noch als Element der gottesdienstlichen Zeremonie. In der Kirche lassen sich noch nicht alle Gäste „beköstigen“; der Anschnitt hat symbolischen Charakter, die Trauzeugen und der engste Kreis erhalten schon ein ganz kleines Tortenstück – alle anderen Gäste erst nach Gottesdienstabschluss im Vorraum der Kirche oder in einem Gemeindesaal.

Doch diese ungewöhnliche Form muss mit dem Pfarrer bzw. der Pfarrerin abgesprochen sein. Sie lässt sich nicht immer und überall verwirklichen.

Als Hochzeitspastor finde ich diesen Zeitpunkt aber sehr schön. Der Tortenanschnitt vor dem Altar „im Angesicht Gottes“ zeigt deutlich, dass das Eheglück (wie es durch die Torte symbolisiert wird) mit Gottes Segen verbunden ist.

Hier sind vielleicht die meisten Menschen anwesend!

Die Hochzeitstorte schon im Zusammenhang mit der kirchlichen Trauung in kirchlichen Räumen oder (bei gutem Wetter) auf dem Kirchenvorplatz anzuschneiden, bietet den Vorteil, dass nicht nur geladene Gäste dabei sein werden. Zur kirchlichen Feier kommen auch Personen, die nicht eingeladen sind. Wenn Sie also in kleinerem Kreise feiern werden, ist hier ein guter Zeitpunkt für den Tortenanschnitt. Bedenken Sie den alten Spruch: Je mehr Menschen den Tortenanschnitt sehen und dabei mit guten Wünschen beim Brautpaar sind, je größer wird das Eheglück.

 

Hochzeitstorten-Anschnitt direkt beim Nachmittagskaffee - Die Hochzeitstorte als Dessert

Dreistufige Hochzeitstorte mit rosa Marzipanmantel

Hochzeitstorten-Anschnitt direkt beim Nachmittagskaffee

Der Zeitpunkt für den Anschnitt der Hochzeitstorte hängt ganz davon ab, wie Sie den gesamten Tag gestalten. Falls ein nachmittägliches Kaffeetrinken mit Imbiss Ihr zentraler Hochzeitsempfang ist, und am Abend nur im engsten Kreis gegessen wird, so schneiden Sie die Torte natürlich schon am Nachmittag an.

Auch hier gilt wie für die anderen möglichen Zeitpunkte: Der Anschnitt wird als Höhepunkt gestaltet und das Paar oder einer der Gäste sollte eine kleine einleitende Rede halten.

Die Hochzeitstorte als festliches Dessert

Beim abendlichen Hochzeitsessen kann die Hochzeitstorte das Dessert sein. Diese Köstlichkeit wird dann nicht kommentarlos serviert. Die Torte wird nachdem Hauptgang feierlich vom Paar angeschnitten.

Stilvoll kann dieser Moment gestaltet werden, indem die Torte dann erst in den Saal getragen wird. Besonders feierlich wird dieser Moment, wenn das elektrische Licht ausgeschaltet wird und die Torte durch "Wunderkerzenträger" flankiert wird.

 

Der alte Brauch: Hochzeitstorten-Anschnitt um Mitternacht

dreistufige HochzeitstorteTradition hat es, die Hochzeitstorte erst um Mitternacht anzuschneiden. Mit dieser Geste drückt das Paar aus:

"Wir werden nun gleich die Hochzeitsnacht genießen; Ihr bleibt zurück; doch wir wollen nicht so egoistisch sein und alles Gute nur für uns behalten; wir geben auch Euch etwas von unserem Glück ab; durch dieses Hochzeitstortenstück könnt auch Ihr erfahren, wie süß unsere Liebe ist."

Verteilt man die Tortenstücke um Mitternacht, so dienen sie gleichzeitig als kleiner Mitternachtssnack.

 

Bildnachweis: Tortenstück: Ulrike Mai / pixabay / Torte mit Sektgläsern skeeze / pixabay

 

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Anschneiden der Torte

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