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Platzbedarf und Platzverteilung an Hochzeitstischen

Wie viel Platz für jeden Gast

Die Verteilung der Gäste!

Tisch für Kinder - Katzentisch?

Wie viel Platz am Tisch sollte man für jeden Gast vorsehen?

Zum Essen braucht jeder Gast genügend Platz!

Die Tische sind im Hochzeitslokal sicherlich vorgegeben. Der Gastwirt weiß, wie viele Personen an seinen Tischen und in seinen Räumen Platz haben. Verlassen Sie sich aber nicht nur auf die Aussagen des Wirtes. Prüfen Sie auch selbst, ob der Platz für Ihre Gäste reicht. 60 bis 70 Zentimeter sollte man für jeden Gast an einer Hochzeitstafel einplanen. Gleichen Sie diese Angabe mit Ihrer Gästeliste ab, und Sie wissen, wieviele Tische in welcher Größe Sie benötigen.

Engen Sie die Gäste nicht ein - schaffen Sie lieber "neuen" Raum!

Bevor Sie bei zu geringem Platzangebot noch Gäste "dazwischenschieben", prüfen Sie, ob gegebenenfalls durch Umstellen der Tische oder Dazustellen von weiteren Tischen mehr Platz für jeden Gast geschaffen werden kann. Gegebenenfalls muss unnötiges Mobiliar aus dem Saal entfernt werden.

Manche Gästegruppen sitzen gern in Nischen oder Nebenräumen. Kinder, Jugendliche oder feste Cliquen sitzen gern zusammen und auch für sich. Wenn der Platz zu beengt wird, können Sie für diesen Gruppen vielleicht in zusätzlichen Räumen oder Nebenräumen decken.

Die Tischgrößen und ihre Sitzplätze

1 Meter Durchmesser haben runde Tische, an denen man sich zum Essen setzt, mindestens. An diesen kleinen Tischen finden  4-6 Gäste einen Platz.

Platzverteilung kleiner Tisch

An runden Tischen von 1,5 bis 2 Metern Durchmesser bringen Sie 10 bis 12 Gäste unter.

Platzverteilung großer Tisch

Rechteckige Tische sind zumeist nur bis zu 1 Meter breit. Dann kann an den Kopfenden nur eine Person sitzen. Platzieren Sie hier die Gäste, die etwas mehr Platz benötigen.

Platzverteilung Hochzeit

 

Ab einer Tischbreite von 1,20 Zentimetern können Sie zwei Gäste mit wenig Platzbedarf unterbringen.

Sitzverteilung Hochzeit

 

Extra Tisch für Kinder und Jugendliche

Auf Jugendliche Rücksicht nehmen!

Jugendliche fühlen sich meist auch in einer engeren Nische wohl, auch im Lärm und der Tür, wo man sich mal schneller "verdrücken" kann.

Katzentisch oder doch nicht?

Früher war es üblich, dass man bei der Hochzeitsfeier für die Kinder einen gesonderten Tisch hatte. Dieser sogenannte Katzentisch war "kinderfreundlich" dekoriert und gedeckt. Da lag also nicht eine Vielzahl von Messern, Gabeln und Löffeln. Jedes Kind bekam das Besteck, mit dem es umgehen konnte. Auf der Tischdecke waren vielleicht Bilder, an denen Kinder sich erfreuten. Die Dekoration war speziell auf Kinder abgestimmt - mit Bildern und Symbolen.

Das Essen war für Kinder besonders geeignet - vielleicht mit leckerem, buntem Nachtisch und natürlich alkoholfreien Getränken, an denen Kinder ihre Freude hatten.

Eine erwachsene Person saß natürlich dabei, um die Kinder zu "betreuen"!

Gibt es den Kindertisch noch?

Ich habe den Kindertisch in der Vergangenheitsform beschrieben, denn dieser gesonderte Tisch ist etwas in Verruf geraten. Pädagogen argumentieren, dass man die Kinder durch den Katzentisch ausschließt. Mann solle sie eher einbeziehen. An den Tischen zwischen den Erwachsenen würden sie sich nicht ausgeschlossen fühlen. Auch würden sie da eher lernen, sich in einer größeren Gesellschaft zurecht zu finden.

Sie entscheiden, wie und wo die Kinder sitzen!

Hören Sie die kritischen Argumente der Pädagogen zum Katzentisch, doch entscheiden Sie selbst. Ich selbst bin Pfarrer und Erziehungswissenschaftler und vertrete eine andere Meinung:

Kinder mögen einen eigenen Tisch!

Doch Kinder müssen spüren, dass man sie durch diese Sitzordnung nicht als lästig ausgliedern will! Die liebevolle Gestaltung des Tisches und die Aufmerksamkeit, die man ihnen hier entgegen bringt ist dafür entscheidend. Auch die Kinder können aufmerksam und vornehm bedient werden, dass sie sich wie Ehrengäste fühlen.

Es ist durchaus möglich, mit dem Kindertisch so umzugehen, dass die Kinder sich hier wohl fühlen und gern hier sitzen. Selbstverständlich müssen Kinder auch die Möglichkeit haben, zwischendurch zu ihren Eltern zu gehen ohne "Ihr habt euren eigenen Tisch" abgewiesen zu werden.

Wenn Kinder eingeladen sind, so plädiere ich für einen solchen eigenen Tisch und ggf. eine Spielecke - den Kindern zuliebe. Doch entscheiden Sie selbst!

 

Was sollte man bei der Einteilung der Hochzeitsgäste beachten?

dekorierter Hochzeitstisch

Wo und wie sitzen übrigen Gäste

Die Personen am Brauttisch haben Sie nun nach den herkömmlichen Regeln verteilt. Für das Aufteilen der übrigen Gäste an die Tische, gibt es keine feste Ordnung, an die Sie sich halten müssten. Bedenken sie allerdings, dass die Sitzverteilung der Hochzeitsgäste von grundlegender Bedeutung für die Stimmung bei der Feier ist. Setzen Sie die so unterschiedlichen Menschen am besten so, dass diejenigen zusammen sitzen, die zusammen gehören.

Trennen Sie nicht Menschen, die formal zusammen gehören!

An mehreren Stellen im Internet und in Hochzeitsratgebern kann man lesen, dass es gut sei, Cliquen und auch Paare zu "trennen"; das würde die Atmosphäre beleben, neue Bekanntschaften würden entstehen, laute Cliquen würden beschwichtigt. Glauben Sie das bitte nicht! Zwar besagt die Etikette vornehmer Kreise, dass man Ehepaare auseinander setzt.

Die Befolgung solcher Ratschläge hat aber schon zu manchen chaotischen Hochzeitsfeiern geführt. Ehepaare, die schon länger zusammenleben sind es nicht gewohnt, getrennt zu sitzen. Sie unterhalten sich diagonal über den Tisch und über mehrere dazwischen sitzende Personen hinweg miteinander. Das ergibt einen Lärmpegel, der selbst die Musik übertönt.

Die Gäste sollen sich mit den Tischnachbarn sicher und wohl fühlen!

Setzen Sie die Menschen unbedingt einfach so, dass sie sich in ihrer bekannten Umgebung sicher fühlen können. Diese Personen gehören also zusammengesetzt: Liebespaare, Ehepaare, Freundeskreise, Gruppen, Vereine, Nachbarn, Arbeitskollegen und auch Cliquen. "Trennen" Sie Paare nur insofern, dass sie nicht nebeneinander, sondern sich direkt gegenüber sitzen.

Menschen bewusst zu trennen, auseinander zu halten oder zusammenzuführen ist nicht die Aufgabe des Hochzeitsplaners oder des Brautpaares. Das können die Menschen viel besser selbst. Sorgen Sie aber für "Spielraum", damit die Gäste sich zwischen und nach dem Essen bewegen können, treffen können, Plätze wechseln können (genügend Platz / Stehtische / "Raucherecke").

Nehmen Sie Rücksicht auf Besonderheiten

Überlegen Sie, wer aufgrund körperlicher Bedingungen mehr Platz braucht. Ältere Menschen setzen Sie nicht dahin, wo es besonders eng ist, nicht in Ecken, aus denen sie schlecht herauskommen, nicht dahin, wo es zieht, nicht dahin, wo es besonders laut ist. (Da schaffen Sie schon Abstand zur feucht-fröhlichen Clique.)