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Das Brautkleid - Seite 2

Was Sie zum Hochzeitskleid wissen sollten!

Regeln zu Farbe, zum Design und zum Tragen des Hochzeitskleides! Trägt die Braut das Brautkleid während der gesamten Hochzeitsfeier? Wann zieht sie das Hochzeitskleid an und wann zieht sie es wieder aus?

Warum sind Brautkleider weiß - können sie auch eine andere Farbe haben?

Sie werden zwar immer immer lesen, die traditionelle Farbe des Hochzeitskleides sei weiß, doch das stimmt nicht ganz. Sicherlich ist weiß die Farbe der Reinheit, der Unschuld, der Unberührtheit. Daher trugen Bräute schon in heidnischer Zeit weiße Kleider. Doch dann wurde lange Zeit in rot oder schwarz geheiratet.

In früheren Jahrhunderten waren Hochzeitskleider nicht weiß. Das lag zum Teil daran, dass weiß so schmutzanfällig ist. Für rot sprach, dass es die Farbe der Leidenschaft ist. In Holland z. B. ist rot noch heute sehr beliebt. In ländlichen Gegenden heiratete man (und heiratet oft noch heute) in der feinen Sonntagstracht. Ein extra Kleid für einen Tag wollte (und konnte) man sich nicht leisten. Erst seit etwa einhundert Jahren verbreitete sich weiß als Brautfarbe. Dieser Siegeszug begann in den Adelskreisen. Die "feinen Menschen" wollten damit aber insbesondere zeigen, dass sie sich vom einfachen Volk abheben, welches hart arbeiten muss und daher für das feine weiß zu "schmutzig" ist.

Die Farbe weiß ist also ganz und gar nicht unumstößliche Bedingung für das Brautkleid. Die symbolische Aussagekraft der Farbe soll ja zu Ihnen passen. Vielleicht ziehen Sie wirklich das rassige rot oder zarte Pastelltöne vor. Wie wäre es mit lindgrün, lachs, elfenbein, champagner?

 

Zieht man denn das Brautkleid schon im Standesamt an?

Braut mit Brautkleid im Standesamt

Eigentlich und traditionell ist das Brautkleid für die Kirche gedacht.

Wenn Sie auch kirchlich heiraten, so ist für das Standesamt ein Kostüm oder Kleid die bessere Wahl . In der Kirche überraschen Sie dann mit dem Brautkleid. Wenn Sie lediglich standesamtlich heiraten, so tragen Sie im Standesamt ungeniert Ihr Brautkleid.

 


Warum ist das Strumpfband blau?

Die alte Hochzeitsregel "Vier Dinge der Braut" besagt: Die Braut muss etwas altes, etwas Neues, etwas Geborgtes (Geliehenes) und etwas Blaues am Tag der Hochzeit an sich tragen. Diese Regel stammt aus den mittelalterlichen Zeiten des Aberglaubens - gern halten Bräute sie aber heute noch ein. Das Blaue versteckt man gern unter dem Brautkleid: als Strumpfband.

Strumpfband


 

Trägt man das Brautkleid bei der gesamten Hochzeitsfeier?

Es war früher üblich, dass die Braut das Brautkleid den gesamten Abend anbehielt. Zunehmend ziehen Bräute im Laufe des Abends ihr Hochzeitskleid aus und wechseln in etwas bequemes, das auch flottes Tanzen erlaubt.

Mein Tipp: Die Braut trägt das Hochzeitskleid noch nach der Kirche bis nach dem Hochzeitsessen. Nach dem Brauttanz zieht sie dann ein kurzes, flottes aber elegantes Kleid an, gegebenenfalls das Kleid der Standesamtlichen Trauung. Dieses Kleid trägt die Braut den ganzen Abend. Vielleicht überraschen Sie schon zum Brauttanz die Gäste mit einem neuen Kleid - jedenfalls, wenn Sie einen modernen, flotten Hochzeitstanz aufs Parkett legen. Und wenn es nicht zu viele Umstände macht, schlüpft sie zum Mitternachtstanz bzw. Schleiertanz wieder in ihr Brautkleid, mit dem sie sich dann auch von ihren Gästen verabschiedet.

Abbildung: pixabay.com / sfetfedyhghjCC0 Public Domain)

 

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